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Nur zwei Immobilienbesitzer wollen nochüber die Miete verhandeln / Innenstadt: Mehr Blumen

Wenig Interesse an flexiblen Mietlösungen

Obernkirchen (rnk). Richtig erfolgreich waren die Gespräche nicht, die Stadtkoordinatorin Dörte Worm mit den Inhabern der leerstehenden Geschäftsträume in den letzten zwei Wochen geführt hat: Nur zwei haben Interesse an einer flexiblen Lösung bekundet, können sich also vorstellen, sich zunächst mit einer niedrigen Miete oder für einen überschaubaren Zeitraum auch mit gar keiner Miete zu begnügen.

veröffentlicht am 05.09.2008 um 00:00 Uhr

Immerhin konnte Worm auch einen kleinen Erfolg verkünden: Mit Hartmut Ehrlich hat in der Langen Straße ein Geschäftsmann neu eröffnet, der sich mit dem Vermieter über die Sanierung der Geschäftsräume bei der Frage nach der Miete einigen konnte. Die Stadtkoordinatorin berichtete aber auch von Eigentümern, die gar nicht mehr an einer Vermietung interessiert sind. Dass all die Geschäftsräume, die jetzt leer stehen, in der Zukunft wieder mit Gewerbe gefüllt werden können, das wollte Horst Sassenberg (CDU) nicht so recht glauben: "Das sehe ich nicht." Ob man nicht andere Wege gehen könnte? Beispielsweise die Geschäfte zu Wohnungen umzubauen. Auch hier konnte Worm wenig Hoffnung machen: Viele ehemalige Vermieter und Inhaber hätten auf Auseinandersetzungen mit Mietern keine Lust mehr. Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) sah es so: "Einige haben das Kapitel für sich längst beendet." Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass sich die persönlichen Interessen mit denen der Stadt Obernkirchen nicht immer decken würden. Gedankenüber das nächste OK-Heft habe sich der Verein für Wirtschaftsförderung gemacht, teilte Schäfer mit: Überlegt werde, die Innenstadt als gemeinschaftliches Einkaufszentrum darzustellen, das das Rösertor ergänze. Schäfer berichtete anschließend von einem erfreulichen Ergebnis eines Treffens des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, des Wirtschaftsfördervereins und diversen Blumenfachleuten, die im Rahmen des Wettbewerbes "Obernkirchen blüht auf" auch den Markt- und Kirchplatz besichtigt hatten. Dort könneman mit wenig Aufwand ein paar kleinere Schönheitsreparaturen vornehmen. So könnten die Bäume in der Innenstadt in ihren Stahlgerüsten umgestaltet werden: Sie könnten unten statt der bisherigen Blumen eine grüne Rasendecke erhalten. Der Vorteil: statt kurzfristiger und begrenzter Blüte und langem "Wirrwarr" (Schäfer) ein immergrüner Fuß. Ein weiterer Vorschlag: Kleine Pflasteraufnahmen, etwa vor dem Oetker-Geburtshaus oder vor der Stadtbücherei. Hier könnten dann Blumen gepflanzt werden, bei der Bücherei beispielsweise an der Längsseite. Und auch bei der Weihnachtsbeleuchtung möchte die Stadt einen großen Schritt nach vorn machen. Der Marktplatz soll beleuchtet werden, sodass er aus Richtung Lange Straße nicht mehr als dunkler Bereich wahrgenommen werde, sagte Schäfer. Denn dafür sei er nun wirklich viel zu schade.

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