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Peter Nettlerüberreicht Fischnetzkugeln

Weltenbummler zieht ein Geschenk an Land

Obernkirchen (rb). Der ehemalige Obernkirchener Peter Nettler lebt seit 1988 in Nordschweden, genauer gesagt in der Einsamkeit von Schwedisch-Lappland, das fast ein Viertel des Landes umfasst. Die Verbindung zu seiner Heimatstadt und zu Jugendfreunden hat er nie aufgegeben.Über das Internet und die Seite von Frank Ackemann, Obernkirchen-info.de ist er jederzeit auf dem Laufenden, was die aktuellen Neuigkeiten angeht. Jetzt hat er der Bergstadt ein Geschenk überbracht: ein Stück Obernkirchener Stadtgeschichte.

veröffentlicht am 04.08.2008 um 00:00 Uhr

Zwei Monate nach Kriegsende in Bad Eilsen geboren, hat er Kindheit und Jugend in Obernkirchen verbracht. Die Bildungsanstalten Obernkirchens hat er alle nacheinander durchlaufen - zuerst die "Rote Schule" am Kirchplatz, danach die benachbarte weiße Schule und zum Schluss die Ochsenbruchschule. Eine bodenständige Lehre hat er bei der Bäckerei Zäsar in der Friedrich-Ebert-Straße genossen. Seit Schulzeiten kennt er Heinz Schaper, den er regelmäßig b esucht, wenn er sich mal wieder in Obernkirchen aufhält. Bei seinem Besuch im Juni hatte Peter Nettler eine Stück Obernkirchener Geschichte im Gepäck. Eine grüne Glaskugel mit dem Kleeblatt der Glasfabrik Heye, die er im wahrsten Sinne des Wortes "an Land gezogen" hat. Bei einer Urlaubstour mit dem eigenen Fischerboot im Jahre 2007 steuert er den norwegischen Polarkreis bei Mo i Rana an. Auf der kleinen Insel Rödöy findet er einen Haufen alter Fischernetze mit zum Teil noch erhaltenen, gläsernen Auftriebskörpern darin. Diese sogenannten "Fischnetzkugeln" tragen das Firmenlogo der Glasfabrik seiner Heimatstadt. Zwei gut erhaltene Exemplare packte er in sein Reisegepäck, um sie dem Berg- und Stadtmuseum für die Ausstellung zur Geschichte der Glashütte zu schenken, womit sie nach einer weiten Reise wieder an ihren Herstellungsort gelangt sind. Seit den frühen 1930er Jahren wurden auf Schauenstein solche Kugeln in verschiedenen Größen hergestellt, vor allem für die Emdener Heringsfängerflotte. Allem Anschein nach haben auch die norwegischen Kabeljaufänger diese Netzkugeln gerne benutzt. Es ist eine Bereicherung der Glassammlung mit Exponaten, die eine ganz eigene Geschichte zu erzählen haben.

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