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Beim Kauf auf Sicherheit achten / Erst mit und ohne Jacke anprobieren lassen

Welcher Schulranzen ist richtig?

Rinteln (blc). Die Ferien haben gerade erst begonnen, aber manches künftige Schulkind wartet sehnsüchtig auf den Tag der Einschulung und möchte wenigstens schon den Schulranzen besitzen. Vor allem bei Mädchen geht es bei der Auswahl um die gerade aktuelle Farbe und die Optik. Allerdings sollten Eltern oder Großeltern vor allem an die Sicherheit und Gesundheit des Schulkindes denken.

veröffentlicht am 19.07.2011 um 00:00 Uhr

Beim Kauf auf Sicherheit achten: Ein guter Schulranzen bedeutet auch mehr Sicherheit. Kinder sind im Straßenverkehr noch unsicher, deshalb sollte ein Ranzen nach DIN 58 124 gekauft werden. Hier sind mindestens 20 Prozent der vorderen und der Seitenteile mit leuchtendem, orange oder gelbem und reflektierendem Material versehen. Sie sind außerdem wasserdicht, sicher und dazu praktisch.

Körpergerechte Form: Der Ranzen soll einen ergonomisch geformten und gepolsterten Rücken haben (damit die Kanten der Bücher nicht drücken), an mehreren Stellen am Körper anliegen und nicht über die Schultern hinausragen. Die Rückenpolster dürfen nicht zu hart sein.

Gepolsterte Schulterriemen: Falsche Gurte können unangenehm werden und scheuern. Sie sollten deshalb mindestens vier Zentimeter breit und gut gepolstert sein. Damit der Ranzen individuell angepasst werden kann, sollten die Gurte mit einem Handgriff in der Länge verstellbar sein. Beide Trägergurte parallel einstellen. Ein einseitig längerer Gurt kann zu Haltungsschäden führen.

Auch die Länge der Riemen ist wichtig: Sind die Schulterriemen zu lang, können sie schnell zur Stolperfalle werden, wenn das Kind seinen Ranzen am Tragegriff trägt und losläuft. Die Riemen wickeln sich leicht um die Beine des Kindes.

Tragegriffe: Sinnvoll sind zwei Griffe. Ein Griff zum Tragen befindet sich auf dem Ranzendeckel, ein zweiter hinten zum Aufhängen am Haken. Auch der Tragegriff sollte gut gepolstert sein, denn gerade an diesem Griff spürt das Kind das Gewicht des Ranzens besonders schnell.

Worauf muss man sonst noch achten? Eine Seitentasche für eine Trinkflasche, einen Deckel, der sich weit öffnen lässt, einen leicht funktionierenden Verschluss und gute Standfestigkeit. Der Ranzen darf auch dann nicht umfallen, wenn er leer ist.

Den Ranzen vor dem Kauf anprobieren: Ein Schulranzen sollte immer mit dem Kind zusammen ausgesucht werden, auch wenn es ein Geschenk werden soll. Einmal mit und einmal ohne Jacke aufsetzen, damit das Kind spürt, ob der künftige tägliche Begleiter scheuert, drückt oder gut und angenehm sitzt.

Sicher auf dem Schulweg: Mit dem richtigen Schulranzen ist schon ein großer Beitrag zur Schulwegsicherheit gegeben. Zusätzlich sollten Eltern zusammen mit ihrem Kind den Schulweg vor der Einschulung üben. Dabei ist nicht immer der kürzeste Weg auch der sicherste. Alle Hilfsmittel zum Überqueren einer Straße nutzen und einen längeren Weg zum Zebrastreifen oder zur Fußgängerampel mit einplanen.

Auf das Gewicht achten: Der Schulranzen sollte zehn Prozent des kindlichen Körpergewichtes nicht überschreiten. Nur einpacken, was an dem Schultag wirklich gebraucht wird. Üben Sie mit Ihrem Kind das richtige Packen des Ranzens. Oft werden Gegenstände mitgenommen, die im Ranzen nichts zu suchen haben oder Bücher des Vortages nicht ausgepackt. Beobachten Sie, wie das Kind seinen Ranzen trägt. Bei den Mitschülern gilt es häufig als „cool“, die Schultasche nur an einem Riemen zu tragen wie eine Tasche. Damit wird die Wirbelsäule asymmetrisch belastet, was zu Schmerzen führen kann.

Den Rücken stärken: Wenn Eltern ihrem Kind Freude am Bewegen vermitteln, stärken sie ihm im wahrsten Sinn des Wortes den Rücken. Damit wird schützende Muskulatur aufgebaut.



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