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Bauausschuss macht Bestandsaufnahme - Diskussion um Konzept folgt

Welche Spielplätze braucht Helpsen?

Helpsen (jl). Die Spielplätze in der Gemeinde Helpsen brauchen eine Auffrischung -aber welche ? Und: Braucht die Gemeinde noch alle vorhandenen öffentlichen Spielgelegenheiten? Diese Fragen haben sich den Mitgliedern des Bauausschusses während einer Besichtigung aufgetan. Der Ausschuss will jetzt ein Konzept erarbeiten.Einige Vorschläge stehen bereits im Raum.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:36 Uhr

Taugt die Rutsche noch: Uwe Goth will es wissen. Foto: jl

In Gang gekommen ist dieser Denkprozess, weil Eltern aus dem Bereich der Riepackerstraße bei Bürgermeister Adolf Neitsch (SPD) auf die Anschaffung von neuen Spielgerät drängen. Darauf hat der Bauausschuss auf eine Gesamtsicht gedrängt, die jetzt stattgefunden hat. Hinter zwei Plätze hat der von Horst Struckmann (SPD) geleitete Ausschuss bei seiner Tour durch die Gemeinde dicke Fragezeichen gesetzt. Es betrifft die Plätze am Rauhen Kamp und am Wolfskamp. Diese werden laut Bürgermeister kaum genutzt, weil es in den umliegenden Wohnquartieren kaum Kinder gebe. Das will der Ausschuss jetzt durch Zahlen untermauert haben, bevor er beispielsweise die Frage von Uwe Goth (SPD) beantwortet, ob solche Spielgeräte wie am Rauhen Kamp welche seien, "die Kinder noch nutzen". Auf beiden Plätzen herrscht Gerätestandard aus den 70-er Jahren. In den Gesprächen unterwegs fiel auch das Stichwort "stilllegen". Das geht nach den Angaben des Bürgermeisters aus baurechtlichen Gründen nicht. Zur Belebung des Wolfskampes steht als Vorschlag im Raum, dort eine Bürgerbank aufzustellen - für eine gemischte Nutzung für Kinder und Großeltern. Auf dem Spielplatz Rosenweg stach Hinrich Gottschalk (CDU) und anderen der Kies ins Auge, der den Boden rund um die Spielgeräte bedeckt. Dort gehört nach Gottschalks Ansicht Sand hin. Auch das dürfte ein Diskussionspunkt in den folgenden Beratungen sein. Besonders intensiv dürften diese über den Spielplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus an der Riepackerstraße werden. Das war mal ein so genannter Abenteuerspielplatz. Doch davon ist nicht mehr viel übrig. Rund 40 Kinder gibt es in der Nachbarschaft. CDU-Fraktionschefin Martina Lohmann möchte wieder zurück zum Abenteuerspielpatz. So schwebt ihr unter anderem eine Seilbahn vor. Anke Pörtner möchte einen Spielplatz, auf dem Kinder "kreativ" spielen können -mit anderen Geräten als sie in vielen Gärten schon zu finden seien. Bevor der Ausschuss den Sportpark Südhorsten ansteuerte war Einigkeit erzielt, dass ein Gesamtkonzept "mit Prioritäten" her müsse, wie Vorsitzender Struckmann betonte. In Südhorsten skizzierte Lohmann die Idee ihrer Fraktion zu dem dortigen Spielplatz am Rand des Wäldchens hinter dem Sportheim. Dieser müsse vergrößert werden. Dafür könne die Gemeinde auf einen neuen Spielplatz im nahen Neubaugebiet verzichten, meinte sie. Jedenfalls wird Bürgermeister und Gemeindedirektor die Eltern an der Riepackerstraße noch ein wenig hinhalten müssen und möglicherweise etwas anderes als das vom Verwaltungsausschuss bereits anvisierte Großgerät bestellen.

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