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"Auf der Höhe": Bauausschuss gibt grünes Licht für Straßenausbau in Petzen

Welche Bäume: Esche oder Ahorn? Pflanzproblem scheidet die Geister

Petzen (rc). Der zweite Abschnitt der Straßen im Neubaugebiet "Auf der Höhe" im Bückeburger Ortsteil Petzen soll noch im Herbst dieses Jahres ausgebaut werden. Entsprechende Beschlüsse hat auf seiner jüngsten Sitzung jetzt der Bau- und Umweltausschuss gefasst. 330 000 Euro sind im Haushalt verankert, nach Informationen unserer Zeitung wird die Stadt allerdings mit zwei Drittel dieser Summe auskommen.

veröffentlicht am 13.09.2007 um 00:00 Uhr

Einer der eingegangenen Ahornbäume im Petzer Baugebiet "Auf der

Die Straßen sollen wie im ersten Abschnitt gestaltet werden: verkehrsberuhigt, mit einer 4,50 Meter breiten Fahrbahn, einseitigem Gehweg, Parkstreifen und Plfanzbereichen. Die Fahrbahn wird in rot gepflastert, die Parkflächen in grau. Auf einer Anliegerversammlung sei die Gestaltung bereits vorgestellt und diskutiert worden. "Es gab keine Bedenken", so Baubereichsleiter Karlheinz Soppe. Bedenken gab es allerdings im Ausschuss gegen die geplante Anpflanzung von Eschen statt Ahorn. "Für den Standort ungeeignet", befand SPD-Ratsherr Wolfhard Müller. Um Widerspruch von Soppe zu ernten. Im ersten Bauabschnitt seien die dort gepflanzten Ahornbäume immer wieder eingegangen, was im Bauamt auf den zu nassen Untergrund zurückgeführt wird. Daher die Entscheidung für die Eschen. Dadie Anpflanzung zuletzt kommt, wurde das Thema zunächst ausgeklammert, dem Rest des Vorhabens aber zugestimmt. Rund um den Ausbau des ersten Abschnitts gibt es weiterenÄrger. In einem Brief beschwerten sich Anlieger, dass in den verkehrsberuhigten Straßen zu schnell gefahren wird: besonders in einem Abschnitt in Richtung Pfahlwinkel. Wie Soppe im Ausschuss vortrug, hätten Geschwindigkeitsmessungen allerdings ergeben, dass 90,6 Prozent der Pkw-Fahrer unter 25 Stundenkilometer schnell seien, lediglich zwei seien schneller als mit 40 Stundenkilometer unterwegs gewesen. Allerdings musste Soppe auf entsprechende Nachfragen einräumen, dass die Messungen mit der neu angeschafften Tempotafel der Stadt vorgenommen worden seien - mithin also für jeden Pkw-Fahrerweithin sichtbar. Ratsherr Gerhard Schöttelndreier (UWG): "Eine solche Messung kann kaum von Relevanz sein." Um den Verkehrsfluss zu verlangsamen sollen auf Vorschlag der Mehrheit jetzt mobile Verkehrschwellen auf die Straße geschraubt werden. Wenn sie in "Auf der Höhe" nicht mehr benötigt würden, könnten sie an anderen Stellen im Stadtgebiet eingesetzt werden, so der Vorschlag von SPD-Ratsherr Wolfhard Müller.



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