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Getränkemarkt als Lärmschutz / Verkehrsberuhigung in Cammer

Weiterer Schritt zur Realisierung des Baugebietes "Falkingsviertel"

Bückeburg (bus). Der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats hat einen weiteren Schritt zur endgültigen Realisierung des Neubaugebiets "Falkingsviertel" vollzogen. Das im Feuerwehrhaus Bergdorf tagende Gremium votierte einstimmig dafür, den Bebauungsplan öffentlich auszulegen und den Flächennutzungsplan zu ändern. Das Ändern des F-Plans war nötig geworden, weil gegenüber dem Vorentwurf der Bereich südlich der Ahnser Straße überplant worden ist - hier soll ein Getränkemarkt errichtet werden.

veröffentlicht am 25.04.2006 um 00:00 Uhr

In Cammer sollen im Bereich der beidseitigen Bushaltestelle Maßn

In dem betreffenden Abschnitt war ursprünglich eine Lärmschutzanlage zur Eindämmung der Immissionen aus dem nördlich des früheren Kögel-Geländes gelegenen metallverarbeitenden Betriebs "Gemac" vorgesehen. Zwischenzeitlich, erläuterte Bauamtsleiter Karlheinz Soppe, sei es gelungen, einen Investor zu gewinnen, der dort einen 45 mal 25 Meter umfassenden Baukörper aufstellen will. Die sieben Meter hohe Halle leiste einen hervorragenden Lärmschutz zur anschließenden Wohnbebauung. Der Markt selbst erhalte beiderseits eine Lärmschutzwand. Soppe erläuterte, dass der Bebauungsplan den künftigen Bauherren mit sehr wenigen Vorschriften begegne. So enthalte der Plan keinerlei Aussagen zur Dachform der bis zu 13 Meter hohen Gebäude. Hinsichtlich der Baumaterialien würden lediglich imitierende Werkstoffe und nicht tragendes Fachwerk ausgeschlossen. Einzäunungen der einzelnen Grundstücke sollen mittels grüner Hecken erfolgen. Der Bauamtsleiter erinnerte daran, dass der Eingangsbereich des Falkingsviertelsan der Hannoverschen Straße eine besondere Gestaltung bekommen soll. Die in Höhe des Kiosks stehende Holzhalle werde voraussichtlich abgerissen, für den großen Backsteinbau gebe es einen Investor, der das Gebäude erhalten und zu Wohnzwecken umgestalten wolle. Die Ausschussmitglieder stellten sich hinter einen von der Gruppe SPD, FDP, Die Grünen und UWG gestellten Antrag, der Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und -sicherung in Cammer fordert. In dem Bereich der beidseitigen Bushaltestelle an der Kreisstraße 3 gestalte sich die Überquerung der Straße im Allgemeinen schwierig und gefährlich. Der Verkehr auf der K 3 habe in den zurückliegenden Jahren enorm zugenommen. Zudem liege die Bushaltestelle in einem unübersichtlichen Kurvenbereich. Aktuell verschärfe die Sperrung der Aue-Brücke in Päpinghausen die Situation, der Umleitungsverkehr werde über diesen Straßenabschnitt geführt. Der Antrag soll bis zu seiner Behandlung im Cammeruner Ortsrat seitens der Verwaltung um technische Lösungsmöglichkeiten ergänzt werden. Darüber hinaus sollen Finanzierungsmöglichkeiten mit dem Landkreis Schaumburg als zuständigem Straßenbaulastträger abgeklärt werden. Der Kreis war auch Adressat einer Forderung nach der korrekten Ausschilderung des Weges entlang der Südseite der K 82 in Röcke. Der bisher lediglich als Fußweg ausgeschilderte Weg wird auch von Fahrradfahrern benutzt - was im Falle eines Unfalls versicherungstechnische Probleme aufwerfen kann. Die Situation könne durch kleine Zusatzschilder - "Radfahren erlaubt" - geklärt werden, hieß es im Ausschuss. Trotz eines "Riesen-Ortstermins" sei bisher allerdings nichts geschehen. "Der Kreis rührt sich nicht", klagte ein Ausschussmitglied.

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