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Delegation aus Süd-Korea informiert sich in Rinteln und Hameln über deutsche Vermessungssysteme

Weite Reise: Von Korea ins Rintelner Katasteramt

Rinteln (clb). Ungewöhnlicher Besuch in der Breiten Straße: Eine Delegation, bestehend aus 24 Vertretern aus dem Ministerium für Regierung, Verwaltung und Innere Angelegenheiten, ist extra aus Süd-Korea angereist, um sich in Deutschland, der Schweiz und in Frankreich über Adressen-, Straßen- und Gebäudenummerierungssysteme zu informieren. Eine Station im Rahmen der Deutschlandtour war das Rintelner Katasteramt.

veröffentlicht am 12.12.2007 um 00:00 Uhr

24 Delegierte aus Süd-Korea lassen sich von GLL-Leiter Dr. Claus

Der Grund für die weite Reise: Die koreanische Republik beabsichtigt, ein zukunftsfähiges Vermessungssystem einzuführen, das es dort bislang noch nicht gibt. In den europäischen Ländern will sich die Gruppe verschiedene Anregungen holen und sich von Fachleuten beraten lassen. Die Basisdaten haben die asiatischen Gäste gestern Vormittag in verschiedenen Vorträgen im Katasteramt erfahren. Referiert haben unter anderem Dr. Claus Uhde, Leiter der GLL (Behörde für Geoinformation, Landesentwicklung und Liegenschaften), GLL-Mitarbeiter Kathrin Stübke und Martin Wegener sowie Rudolf Gäbler vom Geoinformationsservice Schaumburg (GIS). Inhaltlich konnten die Koreaner unter anderem erfahren, was ein Geoportal ist, wie ein Adresssystem aufgebaut ist und in das geografische Informationssystem eingespeist werden kann. Zudem konnten sie etwasüber Gebäudenutzung erfahren sowie über öffentlich-rechtliche Beschränkungen und Belastungen. Veranschaulicht wurden die Präsentationen mit Ausschnitten aus Liegenschaftskarten und -büchern. Da die koreanischen Gäste kein Deutsch verstehen und die deutschen Referenten kein Koreanisch, sind die Vorträge nach jedem Redebeitrag von einem mitangereisten Dolmetscher übersetzt worden. Und nur so konnten anschließend auch die Fragen der Gäste beantwortet werden. Gelandet ist die asiatische Gruppe am Montagvormittag am Flughafen Hannover. In der Landeshauptstadt wurde dann auch der erste Tag mit erstem Informationsaustausch verbracht, bis die Reise die Delegationsgruppe dann gestern nach Rinteln führte, wo nach den Präsentationen im Katasteramt noch eine Rundfahrt durch die historische Altstadt auf dem Programm stand. Anschließend ging es in den Sitzungssaal des Hamelner Rathauses, wo die bereits aufgegriffenen Thematiken noch einmal vertieft wurden. Heute fährt die Gruppe dann weiter in Richtung Bern und Paris, um sich auch mit den dortigen Vermessungssystemen vertraut zu machen und viele neue Ideen und Anregungen mit nach Hause zu nehmen. Ins Leben gerufen und organisiert wurde die Delegationsreise von Dr. Hans Knoop, ehemaliger Referatsleiter im Niedersächsischen Innenministerium, der selbst lange Zeit in Asien tätig war und dort viele Kontakte hat.



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