weather-image
Für Obernkirchens Bauhof ein ganz normales Einsatzwochenende / Trotz Glatteis kein einziger Unfall

Weiße Ostern? "Gar nicht so ungewöhnlich"

Obernkirchen (clb). Normalerweise blühen um die Osterzeit die ersten Blumen, Tiere erwachen so langsam aus ihrem Winterschlaf und auch die ersten warmen Sonnenstrahlen locken Spaziergänger wie Naturfreunde vor die Tür. In diesem Jahr aber waren die Ostertage geprägt von Schneegestöber und Straßenglätte. Das Bauhof-Team der Stadt Obernkirchen musste am Wochenende mit gleich fünf Einsatzfahrzeugen ausrücken, um die Straßenlage zu entschärfen. Mit Erfolg: Im ganzen Gebiet der Bergstadt gab es keinen einzigen Verkehrsunfall.

veröffentlicht am 26.03.2008 um 00:00 Uhr

Auf einzelnen Pfützen in den Waldgebieten sind zwar noch Eisschi

"Am Karfreitag um 9 Uhr ging's los", erinnert sich Bauhof-Chef Karl Harting. Als morgens die ersten Schneeflocken gefallen waren, sind gleich fünf Mitarbeiter mit fünf Fahrzeugen ausgerückt. Die drei großen Räumfahrzeuge sollten die gröbsten Schneemassen von den Straßen beseitigen, mit den zwei kleineren Treckern wurden die Bürgersteige freigeräumt. Priorität hatten dabei die Hanglagen, also der Bereich der Innenstadt in Richtung Krainhagen und Röhrkasten. Das gesamte Osterwochenende lang war das Bereitschaftsteam des Bauhofes im Einsatz, morgens um 5 Uhr ging es los. "Ich habe gedacht, es wär Weihnachten", scherzt Karl Harting. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er beim städtischen Bauhof, doch "weiße Ostern" hat er selten erlebt. Da das Osterfest in diesem Jahr ungewöhnlich früh stattgefunden hat, ist für ihn ein solches Wetter keine ganz so große Überraschung. "Wir hatten schon mehrmals um diese Zeit Wintereinbruch, oft auch erst im April", erklärt Harting. Das zeitgleich gerade Ostern gefeiert wurde, sei eher Zufall gewesen. Daher sind solche Einsätze für ihn und sein Team schon Routine. "Wenn die Bürger lange nicht bei Schnee Auto gefahren sind, sind sie immer ein bißchen ängstlich. Aber für uns sind das ganz normale Einsätze." Kritisch werde es erst dann, wenn Eisregen hinzukomme, was in diesem Jahr jedoch kaum der Fall gewesen sei. Überhaupt, so der Bauhof-Chef weiter, seien die Räumarbeiten diesmal deutlich geringer ausgefallen als früher. "In den letzten beiden Jahren hatten wir ja gar keinen richtigen Winter." Auf den Obernkirchener Straßen hat es am Osterwochenende keine Vorkommnisse gegeben, worüber sich sogar Bernd Anders von der Polizeistation Bückeburg ein wenig wundert: "Obwohl es am Montagabend spiegelglatt war, gab es keinen einzigen Unfall." Auch an den übrigen Feiertagen sei die Polizei mehrfach unterwegs gewesen, sogar nachts, berichtet der stellvertretende Dienstabteilungsführer. "Doch auch da hat es überhaupt keine Probleme gegeben." Entwarnung kann auch für die Pflanzenwelt gegeben werden: Trotz des späten Winterbruchs rechnet Frenz-Wilhelm Ick von der Revierförsterei Borstel nicht mit Folgeschäden für die heimische Vegetation. Die kleineren Büsche hätten zwar schon leicht angefangen zu grünen, die größeren Bäume jedoch noch nicht, erklärt der für den Obernkirchener Waldbereich zuständige Förster. Auch sei der Frost nicht so stark gewesen, dass dadurch großartige Folgeschäden entstehen könnten. Und Frühblüher wie Krokusse und Schneeglöckchen seien ohnehin recht unempfindlich.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt