weather-image
Bleche für die Rosen- und die Graf-Wilhelm-Straße / Fahrzeugreifen beschädigen die Bordsteine

Weil's zu eng ist: Neue Halteverbote für Autos

Bad Eilsen (tw). Um Lkw, die ein Seniorenheim beliefern, das Befahren und damit Zerstören der Bord- und Bürgersteige künftig unmöglich zu machen, hat sich der Bauausschuss - einstimmig - für ein konsequentes Halteverbot auf der Ostseite der Rosenstraße ausgesprochen. Den entsprechenden Empfehlungsbeschluss fassten die Bürgervertreter unter Vorsitz von Dr. Wilhelm Dreves (CDU) auf ihrer jüngsten Sitzung im "Haus des Gastes". Jetzt geht der Antrag durch die Instanzen.

veröffentlicht am 08.06.2006 um 00:00 Uhr

Das "Zeitfenster"soll zu gemacht werden: Auf der Ostseite der Ro

Damit werden frühere Überlegungen, die Rosenstraße zur Einbahnstraße zu erklären (wir berichteten), nicht weiter verfolgt. Letzteres hatte der Landkreis bei einem Ortstermin zwar für möglich erachtet, aber: "Der Verkehr würde sich dadurch nicht nur nicht beruhigen - er wird mangels Gegenverkehr sogar nochschneller fließen", gibt Bürgermeister Horst Rinne (CDU) die Meinung des Landkreises wieder. Gegen ein Ausweisen der Rosen- als Einbahnstraße und für ein konsequentes Halteverbot auf der Ostseite plädiert insbesondere Hans-Jürgen Winkelhake (SPD), der selbst Anlieger ist. Meinung seiner Fraktion nach Rücksprache mit Betroffenen: "Durch eine Einbahnstraße kriegen wir das Problem des Zerstörens der Bordsteine nicht wirklich in den Griff." Ein Halteverbot auf der Ostseite sei sinnvoller. Dann nämlich gebe es mangels "Blech" nicht das Problem, dass parkende Autos von den Lkw unter Zuhilfenahme des Trottoirs umfahren werden. Derzeit herrscht auf der Rosenstraße nur Freitagmorgens zwischen 6 und 14 Halteverbot, weil sonst die Müllwagen nicht durchkommen. "Allerdings", weiß Winkelhake, "hält sich leider kaum einer an dieses Verbot ...". Die Problematik hatte den Ausschuss bereits während eines Treffens Mitte November 2005 beschäftigt. "Die Anwohnerder Rosenstraße", so Winkelhake damals, "fürchten, dass sie für das Beseitigen der Schäden an den Bordsteinen zur Kasse gebeten werden, wenn es eines Tages zu einer Straßenausbau-Beitragssatzung kommen sollte". Die ist zwar nach wie vor nicht geplant, doch dürfte das jüngste Votum für ein Halteverbot auch die letzten Ängste in dieser Richtung zerstreuen. Übrigens: Bei dem gleichen Ortstermin hat Rinne gegenüber dem Landkreis auch das Parkproblem im Bereich Graf-Wilhelm-Straße angesprochen, das der Gemeinde seit langem ein Dorn im Auge ist. Die ohnehin schon schmale Straße wird durch die Autos von Kurgästen des benachbarten Julianenhofs noch zusätzlich verengt. "Nachdem auch die Polizei gehört wurde", so der Bürgermeister, "ist man unserem Antrag auf ein Halteverbot nun gefolgt". Die Gemeinde warte nur noch auf die entsprechende Anordnung. "Dann", so Rinne, "können wir die Schilder beantragen; danach tritt das Halteverbot mit dem Aufstellen der Bleche in Kraft". Der Bauausschuss quittierte die Mitteilung mit Genugtuung.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare