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Horrender Erdgasverbrauch für Samtgemeinde nicht mehr tragbar / 60 000 Euro im Budget / Dreifachverglasung soll die Kosten senken

Weil's sich rechnet: Sporthalle Heeßen soll neue Fensterfront kriegen

Heeßen (tw). Die 56 maroden Fenster an der Grundschule Heeßen, die ab 2010 abschnittsweise für 80 000 Euro ersetzt werden sollen (wir berichteten) sind nicht die einzigen, die der Samtgemeinde Sorgen machen. Auch die Fensterfro nt an der benachbarten Sporthalle muss dringend saniert werden. Was wann zu tun ist - davon hat sich der Eilser Bauausschuss unter Vorsitz von Heinz Grabbe (SPD) und im Beisein von Planer Helmut Göbel bei einem Ortstermin überzeugt.

veröffentlicht am 21.11.2008 um 00:00 Uhr

Beschlussempfehlung an den Samtgemeindeausschuss respektive den Eilser Rat, der noch im Dezember diesen Jahres tagt: Für die Wärmedämmung, insbesondere den kompletten Austausch der Fensterfront, sollen im Haushalt 2009 Mittel in Höhe von 60 000 Euro bereitgestellt werden; die Gemeinde rechnet dabei mit Zuschüssen der öffentlichen Hand. Vor allem die horrenden Energiekosten, welche die Einfachverglasung an der Nordseite der Halle verursacht, sind es nämlich, die den Politikern Kopfschmerzen machen. So erreichte der Erdgasverbrauch im Februar 2008 mit 29 360 Kilowattstunden, (kW/h) für die 1691 Euro zu zahlen waren, einen Spitzenwert. Allerdings: "Wir heizen damit mehr die Außen- als die Innenluft", weiß Göbel. Ersetzt werden soll besagte Einfach- durch eine Zweifach-, besser noch durch eine Dreifachverglasung; "Zweifach" schlägt mit 50 000 Euro, "Dreifach" schlägt mit 6700 Euro mehr zu Buche. Der Einspareffekt soll zwischen 20 und 30 Prozent liegen. "Wegen der Größe der Fenster können wir allerdings nur Aluminium-, nicht aber Kunststoffrahmen nehmen", bedauert der Planer. Besonders Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann macht sich für die teurere Lösung stark. Der Grund: "Mir geht es nicht nur darum, unsere Energiekosten zu senken, sondern wir sollten gleichzeitig auch etwas für die Umwelt tun, indem wir den CO2-Ausstoß so deutlich als möglich reduzieren." Zumal Heeßen einen vergleichbaren Weg bereits mit dem vom Gemeinderat unlängst beschlossenen Austausch der konventionellen Leuchtmittel in den Straßenlaternen gehen werde; wie berichtet, sollen sie Zug um Zug durch Natriumdampf-Hochdrucklampen ersetzt werden. "Allein diese Maßnahme", weiß Schönemann, "wird den jährlichen CO2-Ausstoß in Heeßen um etwa sieben bis acht Tonnen senken". Ehrgeiziges Fernziel, wie es Göbel aufzeigt: Eines Tages könnte und sollte die alles andere als optimal isolierte Deckenverkleidung der Sporthalle abgenommen und eine Deckenstrahlheizung eingesetzt werden, wie sie auch die Halle in Luhden besitzt. "Eine solche Anlage wäre ein weiteres Plus in Sachen Umweltschutz", betont derPlaner. Und sie würde die Energiekosten - nochmals - um bis zu 30 Prozent drücken.



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