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Ortsmitte mustergültig saniert / Urkunde und Uhr als Geschenk

Weil's ein "Meisterstück" ist: Rat Luhden ehrt Günter Korte

Luhden (tw). Noble Geste der Gemeinde an ihren Gönner: Im Beisein seiner Stellvertreter Hartmut Büscher und Thomas Beckmann sowie Gemeindedirektorin Svenja Edler hat Bürgermeister Peter Zabold dem Kleinenbremer Günter Korte (68) für seine Verdienste um das Gestalten des Ortskerns im "Hotel Alte Schule" eine Ehrenurkunde und die - letzte - "Luhden"-Armbanduhr überreicht.

veröffentlicht am 08.03.2007 um 00:00 Uhr

Günter Korte (3.v.l.) mit (v.l.) Svenja Edler, Hartmut Büscher,

"Eigentlich", so Zabold, "hätten Sie einen Orden verdient. Weil wir den aber nicht verleihen dürfen, geben wir Ihnen diesen Zeitmesser - damit nicht nur Ihr Herz für Luhden schlägt". Korte hatte 1988 zunächst den Kastanienhof von einer Erbengemeinschaft erworben, aufwändig restaurieren und vis-a-vis eine Ladenzeile bauen lassen. Gleiches geschah mit dem Gebäude "Alte Schule", die seit vier Jahren das gleichnamige Hotel (zehn Zimmer) beherbergt. Eigenen Angaben zufolge hat Korte in das Gesamtprojekt "wenigstens 350 000 Euro, wahrscheinlich mehr", investiert. Der Kleinenbremer: "Hätte ich das Geld, das ich hier verbaut habe, anders angelegt, hätte ich einen größeren Nutzen davon gehabt - aber das wollte ich nicht, denn ich liebe Luhden." Die Idee, den Ortskern zu dem zu machen, was er heute ist, kam dem Kaufmann, der sein Geschäft mit dem Verkauf von Getränke-, Kaffee- und Snackautomaten machte, als er bei dem Besuch eines Kunden den Berg herunter fuhr - und das alte Gebäude-Ensemble sah. Büscher anerkennend: "Wenn Sie nicht gewesen wären, hätte hier eines Tages die Abrissbirne gekreist. Denn die Gemeinde hätte nicht mal das Restaurieren der Schule bezahlen können." Zum Glück ist es anders gekommen, dank Korte. Zabold begeistert: "Meine Frau sagt in Mußestunden immer: Lass uns doch noch mal durch unsere schöne ,Fußgängerzone' gehen." Und das ist wirklich eine Anerkennung. Büscher am Ende: "Jetzt müssen wir nur noch die 1966 abgerissene St. Katharinen-Kapelle wieder aufbauen ..." - "Ja", entgegnet Korte mit Wehmut. "Auch dafür würde ich noch Geld geben." Der Text der Luhdener Ehrenurkunde, von der Korte jeweils eine Kopie im Kastanienhof und im Hotel aufhängen will, im Wortlaut: "Herrn Günter Korte als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für Ihre herausragenden Verdienste um die architektonisch meisterhafte Gestaltung des Ortskernes von Luhden. Das Ergebnis ist ein musterhaftes Beispiel gelungener Dorferneuerung, das den Erhalt des ländlichen Charakters, traditionelle Bauweise und wirtschaftliche Nutzung gleichermaßen miteinander verbindet. Sie haben damit einen wesentlichen Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes und zur Steigerung des Ansehens unserer Gemeinde geleistet. Dafür sprechen wir Ihnen - auch im Namen des Gemeinderates - unseren herzlichen Dank aus."



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