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Arbeitskreis Dorferneuerung sammelt bei Rundgang Ideen / Nächstes Treffen am 20. Februar

Weihnachtsmarkt in Zukunft an der Kirche?

Rolfshagen (la). Der Arbeitskreis Dorferneuerung hat seine Arbeit aufgenommen. 13 Rolfshäger ganz unterschiedlichen Alters haben sich mit Matthias Reinold vom gleichnamigen Planungsbüro am Kindergarten getroffen, um von dort aus eine Ortsbegehung zu starten. Es sollten so Wünsche und Ideen gesammelt und die Möglichkeit von deren Verwirklichung geprüft werden. Bis zum Herbst müssen konkrete Pläne zur Dorferneuerung eingereicht werden.

veröffentlicht am 23.01.2008 um 00:00 Uhr

Der Vorbau der alten Schule soll optisch verändert werden.

Vom Kindergarten aus ging die Gruppe in Richtung Kirche. Vor dem Kriegsdenkmal machte die Gruppe Halt. "Hier könnte ich mir einen Platz vorstellen, auf dem in Zukunft der Weihnachtsmarkt stattfinden könnte", sagte Matthias Reinold. Die gesamte Kirchstraße müsste umgestaltet werden. Als gepflasterte Straße könnte sie eine zentrale Achse bis ins Dorf werden. Die geteerten Flächen müssten aufgebrochenwerden. Parkplätze für die Kirchenbesucher könnten in einer 45-Grad-Anordnung angelegt werden. "Ich könnte mir die Straße als Allee mit schönen Bäumen vorstellen", regte Ulrike Dommnich an, die sich außerdem einen neuen Kinderspielplatz im Bereich zwischen Kirche und Gemeindehaus wünscht. "Wir sollten den Friedhof in die Planung dieses Gebietes einbeziehen. Man könnte eine parkähnliche Anlage schaffen", sagte Heinrich-Jürgen Ebeling. Es wurden auch Bänke für den Dorfplatz vorgeschlagen. Von der Kirche aus ging es weiterüber den "Stöhnebrink" zum "Horstsiek". Der "Stöhnebrink" ist ein stark abfallender Grasweg, der den Rolfshäger Kindern im Winter als Rodelbahn dient und im Sommer eine kurze Verbindung zum Freibad bietet. "Das ist ein Weg mit wunderschönem dörflichem Charakter", stellte Planer Reinold fest. Die Arbeitskreismitglieder waren sich sofort einig, dass sich daran nichts ändern soll. "Man sollte diesen Weg nicht perfektionieren, sondern lediglich mit etwas Schotter befestigen, damit er trockener wird", meinte Reinold. Dass dies notwenig ist, stellten die Arbeitskreismitglieder selber fest, als sie beim "Abstieg" auf dem aufgeweichten Weg mächtig ins Rutschen gerieten. "Wer gänzlich trockenen Fußes eine Verbindung nutzen möchte, kann den Schulweg wählen. Der wurde schließlich schon befestigt", sagte Siegbert Held. Viel zu tun gibt es im Rahmen der Dorferneuerung rund um den Multifunktionsplatz, das Freibad und den Sportplatz. Auch dort soll die Straße neu gestaltet werden. "Für den Multifunktionsplatz schlage ich die Einfahrt am Feuerwehrhaus vor. Dann parken die Autofahrer vielleicht auch nicht so dicht an der Basketballspielfläche und der Grillhütte", sagte Peter Treff. Geplant ist in diesem Bereich auch ein Wohnmobilparkplatz mit einerVer- und Entsorgungssäule. "Damit wird der Tourismus gefördert", so Reinold. Außerdem müsste nach einer neuen Lösung für die Glas- und Altkleidercontainer gesucht werden. "Grauenvoll ist auch die Sportplatzeinfahrt, die auch von den DLRG-Mitgliedern benutzt wird", fand Beate Treff. Der Weg ist nicht befestigt und bei Regenwetter sehr matschig. "Hässlich ist auch diese einzeln stehende Garage", meinten die Arbeitskreismitglieder. "Für den gesamten Bereich muss ein gemeinsames Konzept erarbeitet werden", sagte Reinold. Die Straßenfläche müsse wenigstens bis zum Feuerwehrhaus hin umgestaltet werden. "Vielleicht könnte man die Straße zur Einbahnstraße machen", regte Peter Treff an. Reinold warnte aber davor, dass der Verkehr dann nur verlagert würde. Letzte Station des ersten Rundgangs war wieder die alte Schule. "Auch hier stehen Veränderungen bevor", meinte Reinold. Der Vorbau mit dem Eingangsbereich zum Kindergarten und dem Ortsvorsteherbüro müsse verändert werden. "Vielleicht kann man hier das Walmdach vorziehen", überlegte Reinold. Auch der Schulhof soll umgestaltet werden. "Vor allem fehlt hier eine vernünftige Beleuchtung", meinte Beate Treff. Die Sportler tappten abends beim Verlassen der Sporthalle im Dunkeln. "Ich könnte mir auf dem Platz Wasserspiele oder einen schönen Brunnen vorstellen", schlug Siegbert Held vor. Geparkt werden soll später nicht mehr auf dem Schulhof, sondern auf neu gestalteten Parkplätzen daneben. In den Räumen des Kindergartens hielten die Arbeitskreismitglieder schließlich unter Regie von Ortsvorsteher Rüdiger Teich alle gesammelten Ideen schriftlich fest. Das nächste Treffen ist für Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im Gasthaus "Zum Kühlen Grund" geplant. Wer Interesse hat, an der Planung für die Dorferneuerung mitzuwirken, kann sich dem Arbeitskreis jederzeit anschließen.

Die Einfahrt zum Sportplatz ist bei Regenwetter aufgeweicht.
  • Die Einfahrt zum Sportplatz ist bei Regenwetter aufgeweicht.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung sammeln mit Pla
  • Die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung sammeln mit Planer Matthias Reinold (M.) Ideen für die Umgestaltung des Bereichs. Fotos: la

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