weather-image
Weicher Untergrund bringt Ausbau der Vornhäger Straße in Verzug

Weihnachtsgeschäft mit Einbahnstraße

Stadthagen (jl). Zum Beginn der Adventszeit sollte die Stadthäger Innenstadt aus Richtung Osten eigentlich ohne Umleitungen erreichbar sein. Daraus wird nichts. Die Großbaustelle Vornhäger Straße bleibt ein einspuriges Nadelöhr. Beim Beginn der Tiefbauarbeiten vor wenigen Wochen hat sich heraus gestellt, dass der Untergrund für einen modernen Straßenaufbau zu weich ist. Das hat den gesamten Zeitplan durcheinander gebracht und vor allem erhebliche Mehrarbeit nach sich gezogen.

veröffentlicht am 22.11.2006 um 00:00 Uhr

Ende Oktober hat die Tiefbaufirma aus Hannover begonnen, die marode Fahrbahn abzutragen - und die Arbeit nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Unter der alten Straßenkonstruktion der ehemaligen B 65 sind die Arbeiter nach Angaben von Markus Brockmann, dem Leiter des Geschäftsbereiches Hameln der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf einen extrem weichen Untergrund gestoßen. Dieser würde nach seinen Worten einen modernen Straßenausbau nicht tragen. Diese Erkenntnis ist nach Brockmanns Worten vor Baubeginn nicht möglich gewesen. "Wir kannten den Aufbau, aber nicht den Untergrund", sagte er. Wegen des Befundes musste das Ruder herum gerissen werden. Weil die Trasse jetzt bis zu 90 Zentimeter tief ausgekoffert werden muss, sind zunächst die Stadtwerke Schaumburg-Lippe gefordert. Sie müssen sämtliche Gas- und Wasserleitungen in eine Tiefe verlegen, in der sie nicht durch den Druck des zukünftigen Straßenkörpers gefährdet sind. Nach Angaben von Michael Sokoll von den Stadtwerken müssen nicht nur die Leitungen tiefer liegen. Sämtliche Hausanschlüsse müssen erneuert werden. Drei Trupps der Firma Hartmann sind bei der Arbeit, denen Brockmann gestern höchstes Lob zollte. Voraussichtlich noch in dieser Woche sollen die Straßenbauer wieder an die Arbeit gehen. Ziel ist es laut Brockmann, die jetzt aufgewühlte Straßenseite bis zum Beginn der Weihnachtsferien bis auf die Deckschicht fertigzustellen. Genaues soll heute in einer Baubesprechung geklärt werden. Wie weit die Straße von Grund auf neu gebaut werden muss, steht nach Angaben Brockmanns noch nicht fest. Das werde sich erst während der Tiefbauarbeiten herausstellen. Ursprünglich sollte nur eine kurzes Stück des Ausbauabschnittes zwischen Lauenhäger Straße und Ostring völlig erneuert werden, und ursprünglich wollten die Straßenbauer nur die Oberschicht abfräsen und dann Weihnachtspause machen, so dass die Fahrbahn zweispurig für die Haupteinkaufszeit des Jahres zur Verfügung gestanden hätte. Jetzt wird das Weihnachtsgeschäft einspurig mit Umleitungen laufen. Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) will nach eigenen Worten dafür sorgen, dass es trotzdem möglichst wenige Beschränkungen gibt.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare