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Bestand der Ortsfeuerwehr Volksdorf hängt am seidenen Faden

Weichen in Richtung Auflösung gestellt

Volksdorf (jl). Der Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Volksdorf hängt an einem seidenen Faden. Bis zum vergangenen Freitag waren die Weichen nach einer schon länger dauernden Hängepartie in Richtung Auflösung gestellt. Seit einer Versammlung der Aktiven an jenem Tag gibt es einen Hoffnungsschimmer: einen möglichen Nachfolger für den bisherigen Ortsbrandmeister Volker Bolte, der vor drei Wochen um die Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis gebeten hat.

veröffentlicht am 26.01.2007 um 00:00 Uhr

Die Hängepartie in Volksdorf dauert nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Fritz Anke (SPD) seit etwa drei Jahren an. Seinerzeit hatte Bolte sein Amt nach zwölf Jahren als Ortsbrandmeister und 13 Jahren im Ortskommando nur nach "Zureden" wieder übernommen, wie dieser auf Anfrage zugab. "Es sind genug ausgebildete Leute vorhanden, aber die Motivation fehlt bei vielen", umschrieb Bolte den Zustand, der aus der Volksdorfer Gruppe eine - überspitzt ausgedrückt - nur bedingt einsatzfähige Feuerwehr gemacht hat. Über die Zahl der einsatzbereiten Brandschützer gibt es Differenzenzen: Das Gemeindekommando um Dieter Köpper geht von einem Dutzend aus, die Ortsfeuerwehr von zwei Dutzend. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres hat es laut Anke etliche Gespräche zwischen der Samtgemeinde und der Gemeinde auf der einen und der Ortsfeuerwehr auf der anderen Seite gegeben. Die Gesprächsrichtung sei die Auflösung gewesen, wobei dieser Schritt nicht von der Kommune, sondern von der Feuerwehr selber angepeilt worden sei. Gescheitert ist bei den bisherigen Gesprächen der Versuch des Meerbecker Bürgermeisters Klaus Tanski, die Meerbecker und Volksdorfer in einer Feuerwehr zu vereinigen. Daran haben die Volksdorfer laut Anke kein Interesse gezeigt. Der Feuerschutzausschuss verfolgt die Entwicklung in Volksdorf aus einem Grund besonders intensiv: Falls die Feuerwehr sich auflösen würde, ist geplant, deren Einsatzfahrzeug nach Hülshagen zu verlegen. So würde eine Neuanschaffung für rund 80 000 Euro vermieden.



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