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Wehren zusammenlegen, Verkehrssystem abschalten, Bürger zur Kasse bitten

Der neu gegründete Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung hat elf Ideen für mögliche Sparpotenziale in der Stadt ausgemacht:

veröffentlicht am 17.09.2008 um 00:00 Uhr

Die Verwaltung soll alle Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit prüfen. Das Konzept der Budgetbegrenzung müsse konsequenter angewendet werden. Stadtkämmerin Kornelia Budde wies auf den Pferdefuß hin: Dadurch könne sich ein Unterhaltungsstau entwickeln, die Kosten würden in die Zukunft geschoben. Die Rintelner Bürger sollen zu mehr Engagement für ihre Stadt motiviert werden. So könnten beispielsweise Anwohner Patenschaften für Blumenbeete übernehmen. Alle Gebührenhaushalte müssten auf Kostendeckung überprüft werden. Nachteil: Die Konsequenz wären Gebührenerhöhungen für die Bürger. Die Verwaltung soll die Auslastung aller Dorfgemeinschaftshäuser prüfen. Danach müsse man überlegen, wo noch solche Gebäude vorgehalten werden sollen, wo nicht. Ziel der Verwaltung: Dorfgemeinschaftshäuser nach dem "Goldbecker Modell" an Vereine abzugeben. Um die enormen Kosten für die Kindergärten zu senken, sollen Fördervereine gegründet werden. Die Sporthallengebühren, die die Stadt für den Landkreis übernimmt, sollen auf den Prüfstand. Denkbar wäre, dass Erwachsene sich über die Sportvereine an den Kosten beteiligen. Die Verwaltung soll prüfen, ob sich durch die Zusammenlegung der Ämter des Ortsbürgermeisters wie Verwaltungsstellenleiters Kosten einsparen lassen. Die Ortsratmittel sollen neu strukturiert werden. Weil die Auflösung einzelner Feuerwehren auf den Dörfern politisch kaum durchzusetzen ist, empfahl der Arbeitskreis, "Anreize" für die Zusammenlegung von Wehren zu schaffen. Das Stadt- und Informationssystem könnte abgeschaltet werden.

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