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Richtiges Verhalten bei Panne oder Unfall

Wegfahren ist Fahrerflucht

veröffentlicht am 03.02.2012 um 00:00 Uhr

Kleinere Unfälle oder eine Panne, die zum Anhalten zwingen, treffen Autofahrer unvorbereitet. Richtiges Verhalten fällt da in der Aufregung manchmal schwer. Dennoch sollten einige Dinge beachtet werden, damit andere Verkehrsteilnehmer gewarnt und weitere Gefahren vermieden werden.

Oberstes Gebot bei einem kleineren Unfall oder einer Panne ist es, sofort die Warnblinkanlage einzuschalten. Danach sollte man so weit wie möglich rechts heranfahren und – falls vorhanden – auf dem Standstreifen anhalten. Anschließend ist das Auto möglichst rasch zu verlassen. Dabei gehört erhöhte Aufmerksamkeit dem rückwärtigen Verkehr. Auf Landstraßen ist zusätzlich auf die entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer zu achten.

Alle Fahrzeuginsassen sollten sich schnellstmöglich in Sicherheit bringen: Auf der Autobahn sofort über die Leitplanke steigen und erst einige Meter dahinter stehen bleiben. Ratsam ist ebenfalls, eine Warnweste anzulegen, auch wenn das in Deutschland bislang nur bei gewerblich genutzten Fahrzeugen und nicht für Privat-Pkws Pflicht ist.

Bleibt das Auto im stockenden Verkehr oder Stau liegen, lässt sich die rettende Standspur mithilfe der Betätigung des Anlassers erreichen. Der Tipp von Experten: Legen Sie den kleinsten Gang ein und schalten Sie die Zündung an, so als ob man den Motor startet. Bewegt sich das Auto trotzdem nicht mehr, sollten nun alle Insassen das Auto und die Straße verlassen.

Bei einer Panne oder einem kleineren Unfall ist zunächst das Warndreieck aufzuklappen und dann mit der reflektierenden Seite vor sich hertragend in einem Abstand von mindestens 50 Metern (innerorts), 100 Metern (außerorts) beziehungsweise mindestens 150 Metern (Autobahn) hinter dem liegen gebliebenen Auto aufstellen. Das Aufklappen des Warndreiecks sollte hin und wieder geübt werden, damit es im Ernstfall schneller geht. Beim Kauf sollte zudem auf ausreichende Standfestigkeit geachtet werden.

Steht das Warndreieck, kann Hilfe gerufen werden. Den Schaden sollte man aber nur selbst beheben, wenn man sich und andere dabei nicht gefährdet. Wer kein Mobiltelefon zur Hand hat, der nimmt die Notrufsäule. Wichtig auf Autobahnen ist dabei, die Fahrtrichtung anzugeben. Die Autobahnkilometer stehen auf einem Aufkleber in der Notrufsäule.

Wer auf einem Parkplatz oder auf der Straße mit dem Auto ein anderes Fahrzeug beschädigt, muss auf den geschädigten Besitzer warten. Dies gilt, auch wenn der Schaden noch so gering ist, denn Wegfahren ist Fahrerflucht und wird als Straftat verfolgt! Als angemessene Wartezeit gelten 15 bis 30 Minuten. Wenn möglich, sollte man den Geschädigten suchen. So kann man zum Beispiel im Supermarkt das Kennzeichen ausrufen lassen. Ist die Suche erfolglos und die angemessene Wartezeit verstrichen, ist ein Zettel mit Namen und Anschrift am beschädigten Auto zu hinterlassen. Doch der Zettel allein reicht nicht, denn er könnte wegfliegen. Deshalb sollte auf jeden Fall der Unfall zusätzlich der Polizei gemeldet werden.



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