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Rat Messenkamp stimmt für Ausbau der Straße Zur Kloppenburg

Wegezustand "sehr, sehrärgerlich"

Altenhagen II (bab). Sobald es die Witterung zulässt, wird mit dem Ausbau der Straße Zur Kloppenburg in Altenhagen II begonnen. In nichtöffentlicher Sitzung hat sich der Rat Messenkamp über die Auftragsvergabe geeinigt. Im öffentlichen Teil wurden Befürchtungen geäußert, dass die neuen Bürgersteige und die Fahrbahn den Belastungen nichtdauerhaft genug standhalten.

veröffentlicht am 21.03.2008 um 00:00 Uhr

Die Straße Zur Kloppenburg in Altenhagen II wird ab Frühjahr aus

Die Investitionskosten für die Straße liegen bei 250 000 Euro, wie Jörg Döpke von der Bauverwaltung und stellvertretender Gemeindedirektor dem Rat ausführte. Die Kommune Messenkamp muss den Betrag aber nicht alleine aufbringen. Die Samtgemeinde, trägt die Kosten für die Sanierung der Grundstücksentwässerung von 49 000 Euro und für die Wasserversorgungsanlagen von 39 000 Euro. 136 200 Euro kostet die Gemeinde der neue Gehweg an der nördlichen Straßenseite, die Parkflächenanlagen an der südlichen Fahrbahnseite und die Erneuerung der Straßenentwässerung. Für die Fahrbahnsanierung, die im DSK-Verfahren (Dünne Schichten-Kalteinbau) erfolgt, sind 25 800 Euro eingeplant. Die Gemeinde wird jedoch durch einen Zuschuss vom Land Niedersachsen aus den Dorferneuerungsmitteln entlastet (48 600 Euro) und von Anliegerbeiträgen (35 800 Euro). Wie Döpke erklärte, ist der Ausbau mit den Anliegern besprochen worden. Auf dem neuen Bürgersteig werde heidebraunes Betonrechteckpflaster verlegt, ebenso auf den Parkflächen. Letztere werden durch Grünanlagen unterbrochen, welche für ein besseres Straßenbild unter anderem mit Bäumen bepflanzt werden. Die Gespräche mit den Anliegern hätten positive Ergebnisse gebracht, berichtete Döpke. "Es gab keine kritischen Anmerkungen der Bürger." Dafür meldeten CDU Frak tionsvorsitzender Udo Meyer und der ehemalige Bürgermeister Gerd Lohmann (SPD) Bedenken an. Die gepflasterten und mit viel Geld ausgebauten Bürgersteige in Messenkamp seien vielerorts bereits aus der Form, sagte Meyer. "Das Ergebnis ist sehr, sehr ärgerlich." Meier wollte wissen, wie viel mehr ein tieferes, belastbareres Fundament kosten würde. Döpke meinte, dass statt 12 Euro rund 17 Euro pro Quadratmeter ausgegeben werden müssten. 12 000 Quadratmeter müssen ausgebaut werden. Gemeindedirektor Uwe Heilmann gab zu bedenken, dass bei abweichender Bauweise neue Regeln für künftige Vorhaben gelten könnten. "Wir würden dann einen neuen Standard für Messenkamp bilden." Gerd Lohmann beschäftigte ein anderes Thema. Seines Wissens sei der Fahrbahnuntergrund marode, deshalb habe er "ganz große Bauchschmerzen" beim DSK-Verfahren. "Das ist kein echter Ausbau der Straße", sagte Lohmann, der sich deshalb bei der Abstimmung enthalten wollte. Döpke erinnerte Lohmann, dass 2005 die Schwerpunkte für die Investitionen gemeinsam abgesprochen wurden. Der Rat habe sich entschieden, den Investitionen, die durch die Dorferneuerung gefördert werden, den Vorrang einzuräumen. Einen Rüffel für Lohmanns Kritik gab es vom SPD-Fraktionssprecher Hans-Jürgen Müller. "Seit du nicht mehr Bürgermeister bist, kritisierst du in jeder Sitzung Dinge, die du selber mitgetragen hast", beklagte Müller. "Ich finde das nicht redlich." Der Rat stimmte schließlich mit acht Stimmen und der Enthaltung von Lohmann für den vorgeschlagenen Ausbau. Laut Döpke wird der Ausbau im Frühjahr beginnen, sobald die Witterung es zulässt.



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