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Reiner Rinne leitet Förderverein des Evangelischen Pflegedienstes / Sechs neue Vorstandsmitglieder

Wechsel nach einem Jahrzehnt Führungsarbeit

Bad Eilsen (sig). Das erste Jahrzehnt seit der Gründung des evangelischen Pflegedienstes Eilsen ist vorüber. Und fast parallel dazu endete jetzt auch die Amtszeit des in den Ruhestand getretenen Pastors Hans-Peter Fiebig als Vorsitzender des Fördervereins. Seine Nachfolge trat nach einstimmiger Wahl Reiner Rinne an, der neue Seelsorger des Kurortes.

veröffentlicht am 15.11.2006 um 00:00 Uhr

Mit viel Lob verabschiedet die leitende Schwester Helga Drinkuth

Die Jahreshauptversammlung des Träger- und Fördervereins bekam dadurch eine besondere Bedeutung. Sie wurde zum gelungenen Abschluss einer Dekade, in der sich der Pflegedienst zu einer Einrichtung entwickelte, die längst über den Raum der Samtgemeinde hinaus wirkt. Außerdem wurden sechs von sieben Vorstandsfunktionen neu besetzt. Hans-Peter Fiebig nutzte seinen letzten Auftritt als Vorsitzender zu einer komprimierten Rückblende. Er umriss die Aufgabe der evangelischen Einrichtung so: "Wir wollen alte, kranke und bedürftige Menschen in ihrem häuslichen Umfeld auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe betreuen und pflegen." Aus kleinsten Anfängen hat sich diese Hilfsgemeinschaft zu stattlicher Größe entwickelt. Die Zahl der Patienten liegt zurzeit bei 100. Der Förderverein hat 324 Mitglieder. Das wichtigste Ereignis dieses Jahres war die Jubiläumsfeier im Kursaal, zu der neben dem Landesbischof noch zahlreiche andere Ehrengäste und fast 300 andere Teilnehmer erschienen. Der scheidende Vorsitzende erinnerte sich an zahlreiche erfreuliche, aber auch an bedrückende und schwierige Entscheidungen. In finanziell angespannten Situationen gehe es letztlich auch darum, den Fortbestand der Einrichtung zu sichern. Verhandlungen mit den Kassen und den Ärzten über Arbeitsrecht und Tarife, über Qualitätsmanagement und Finanzen sowie die Einstellung und Entlassung von Mitarbeitern das alles gehöre zum Alltag der Vorstandsarbeit. Sein besonderes Lob galt zum Schluss der Gründerin und leitenden Schwester des Pflegedienstes, Helga Drinkuth, ihrem Team und allen Vorstandsmitgliedern. Danach übergab er die Versammlungsleitung an Heinz Wischnat, der die einstimmige Entlastung des Vorstandes und die Neuwahlen vornahm. Es gab zunächst zwei Vorschläge für die Führungsposition des Fördervereins: Pastor Reiner Rinne und Dr. Margot Lucke, die dann aber nur bereit war, für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden zu kandidieren. Diese beiden Positionen wurden dann auch in großer Einmütigkeit so besetzt. Für die nach zehn Jahren ausscheidende Schatzmeisterin Monika Könemann wurde Angelika Winkelhake zur Nachfolgerin gewählt. Außerdem gehören dem neuen Vorstand noch an: Dr. Bernhard Semmerich, Michael Sobbe, Bernd Hillmann und Angelika Gundlach. Der neue Vorsitzende Reiner Rinne dankte dem bisherigen Vorstand für die ehrenamtlich geleistete Arbeit. An seinen Vorgänger gewandt, erklärte er: "Ich ahne, was da auf mich und den neuen Vorstand zukommt." Seine Stellvertreterin Dr. Margot Lucke lobte das gut besetzte Team um Helga Drinkuth und den Geschäftsführer Michael Winkelhake und unterstrich, dass sich der Pflegedienst ohne die Unterstützung des Fördervereins nicht aufrechterhalten ließe. "Wir haben auch in tiefe Täler geschaut", versicherte Helga Drinkuth, die sich dazu bekannte, dass es der Vorstand und die Mitarbeiter mit ihr nichtimmer leicht gehabt hätten. "Was ich mir in den Kopf gesetzt habe, das wollte ich auch realisieren", erklärte sie freimütig. Noch drei Jahre werde sie die Aufgaben der leitenden Schwester wahrnehmen, dann solle ihre jetzige Stellvertreterin Gaby Kriesten nachrücken, kündigte Helga Drinkuth an. Anschließend bedankte sie sich bei den sechs ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern, besonders bei Hans-Peter Fiebig und Monika Könemann, die seit der Gründung mitgewirkt und sie bei der Lösung ihrer Aufgaben unterstützt hatten.

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