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Sanierung in Coppenbrügge ist eine der größten Investitionen seit Fleckengründung

Wechsel im Wasser: Baden trotz Bauarbeiten

Coppenbrügge (ist). Mit der energetischen Bädersanierung als größte Investition seit Fleckengründung nach dem Klärwerksumbau 1998 startet Coppenbrügge in das neue Jahrzehnt, „ohne dass die saisonalen Öffnungszeiten von Hallen- und Freibad verändert werden müssen“, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Innerhalb eines Jahres werden die Bauarbeiten parallel zum Badebetrieb des jeweils geöffneten Bades im Wechsel durchgeführt.

veröffentlicht am 10.05.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Coppenbrügge (ist). Mit der energetischen Bädersanierung als größte Investition seit Fleckengründung nach dem Klärwerksumbau 1998 startet Coppenbrügge in das neue Jahrzehnt, „ohne dass die saisonalen Öffnungszeiten von Hallen- und Freibad verändert werden müssen“, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Innerhalb eines Jahres werden die Bauarbeiten parallel zum Badebetrieb des jeweils geöffneten Bades im Wechsel durchgeführt. Zwei Änderungen der ursprünglich angedachten Planung wurden jetzt von Architekt Carsten Grobe (passivhaus.de) vorgestellt: zum einen ein Blockheizkraftwerk auf Basis von Biogas statt Holzhackschnitzeln (wir berichteten), zum anderen ein Satteldach mit Indach-Photovoltaik-Anlage (sie ersetzt dabei die Dachhaut) für das Hallenbad statt Aufdachlösung bei Sanierung der vorhandenen Flachdachauslegung von 1976. Die Architektur würde ohne Zusatzkosten beibehalten werden können, sich jedoch gefälliger in das Umfeld einpassen. Eine Karbonbeschichtung der Elemente schütze gegen Vandalismus. In Bezug auf Wasserdichtigkeit und Regensicherheit sei das Steil- dem Flachdach gegenüber deutlich überlegen und auch wirtschaftlich eher vorteilhaft aufgrund größerer Haltbarkeit und Werthaltigkeit der polykristallinen PV-Elemente. Nicht optimal sei zugegebenermaßen die Ost-Westausrichtung des Gebäudes. 345 Quadratmeter polykristalline Photovoltaikmodule bei einer Dachneigung von 16 bis 20 Grad allerdings bedeuteten eine mit über 40 000 kg/Jahr erhebliche Co2-Reduktion sowie einen garantierten Stromertrag von 70 000 Kilowattstunden/Jahr. Dazu kommt eine Rentabilitätsprognose des solaren Einkommens von über 90 000 Euro nach Ablauf von 20 Jahren. Die Freibadbecken werden nach den Ausführungen von Heinz Hörr (Firma Polyfaser-Kommunal) mit einer innovativen Glasfaser-Kunststoffbeschichtung, die derzeit im Boots-, Flugzeug und Fahrzeugbau Verwendung findet, ausgelegt. Dieses „Material der Zukunft“ zeichne sich durch hohe Elastizität, Wartungsfreundlichkeit, geringe Korrosionsanfälligkeit sowie niedrige Wärmedurchgangswerte und damit geringen Temperaturverlust des Wassers aus. Das ermögliche ab Sommer 2011 eine passgenaue Regulation der Wassertemperaturen für Coppenbrügger Badegäste je nach schwimmerischer Fitness von 23 Grad auf der Wettkampfbahn über 26 Grad im Nichtschwimmerbecken und bis zu 28 Grad im Planschbecken.

So sieht das Hallenbad mit Photovoltaiksatteldach aus. Quelle: C. Grobe Passivhaus.de


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