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20 Rettungsschwimmer der DLRG absolvieren Fachausbildung / Saison beginnt an Himmelfahrt

Wasserretter büffeln für Doktorsee-Wachdienst

Rolfshagen/Rinteln (la). Mit Schlafsäcken, Luftmatratzen, Isomatten und dem Taschenbuch zur Wasserrettung sind am Sonnabend 20 gut gelaunte Rettungsschwimmer der DLRG bei der Wachstation am Doktorsee eingetroffen. Unter der Regie der Ausbilder Michael und Tobias Simikin und Dirk Ackmann von der DLRG Rolfshagen absolvierten sie an zwei Tagen den Hauptteil der Fachausbildung "Wasserrettungsdienst".

veröffentlicht am 05.02.2007 um 00:00 Uhr

Die Rettungsleine muss richtig sitzen, damit die Wasserretter im

17 Teilnehmer im Alter von 16 bis 35 Jahren gehören der DLRG Rolfshagen an und drei waren Gäste der DLRG Hessisch Oldendorf. "Die Voraussetzungen für den Wachdienst am Doktorsee und für Katastropheneinsätze sind immer umfangreicher und schwieriger zu erfüllen", stellte Ackmann fest. Die ehrenamtlichen DLRG-Helfer müssen den Rettungsschein besitzen, über Kenntnisse im Sanitätsdienst und der Seemannschaft (zum Beispiel beim Knotenknüpfen) verfügen und den Funkdienst beherrschen. Rettungsschwimmer sind die Teilnehmer des Kurses alle längst und jetzt wurde zwei Tage lang knochentrockene Theorie gebüffelt. "Welches Wasser birgt welche Gefahren?" oder "Wie funktioniert eine Befehlskette bei einem Einsatz?" waren nur zwei von unzähligen Fragen, die besprochen werden mussten. Dazu Versicherungsrecht, die Unfallverhütungsvorschriften und das Jugendschutzgesetz sowie eine Sprechfunkunterweisung. "Es hat uns eine Menge Spaß gemacht und wir haben viel gelernt", zog die 28-jährige Birgit Ariessen aus Hessisch Oldendorf Bilanz. Einiges habe man zwar bereits gewusst, aber jetzt noch einmal im Detail beleuchtet. Die drei Gäste hatten an der Ausbildung teilgenommen, weil sie gerade ihren Bootsführerschein machen und diesen Teil der Ausbildung dafür benötigen - ebenso wie drei Rolfshäger Anwärter auf den Bootsschein und drei Mitglieder der DLRG Rolfshagen, die sich zu Wachleiterausbildern fortbilden. Die weiteren Jugendlichen haben die Fachausbildung begonnen, um in der kommenden Saison den Wachdienst am Doktorseeübernehmen zu können. "Wir möchten den Menschen ein erholsames Badeerlebnis ermöglichen", begründete der 15-jährige Richard Bischof sein Engagement. "Es ist ein schönes Hobby, das viel Spaß macht. Außerdem sind wir eine tolle Gemeinschaft", schwärmt die 23-jährige Yvonne Devriel. Rund 5000 Stunden ehrenamtlichen Wachdienst am Doktorsee und auf der Weser absolvieren die Mitglieder der DLRG Rolfshagen jährlich. Dabei haben sie es meist mit Erste-Hilfe-Einsätzen zu tun. "Wir suchen vermisste Kinder auf dem Gelände, versorgen Schnittwunden und Insektenstiche. Größere Badeunfälle hat es zum Glück im vergangenen Jahr nicht gegeben", berichtet Ackmann. Die Badesaison beginnt übrigens am Himmelfahrtstag. Aber es wurde am Wochenende natürlich nicht nur gebüffelt. Am Sonnabend ging es abends in den "auffallend roten DLRG-Klamotten" zum Bowling, und bevor alle ihr Schlaflager in der Wachstation und der Kirche am Doktorsee aufsuchten, verbrachte die Gruppe noch ein paar gemütliche Stunden miteinander. Am Sonntag nach dem Frühstück wurde dann wieder gelernt. Nach dem Mittagessen, die Verpflegung kam übrigens aus dem Rintelner Krankenhaus, löste sich die Gruppe langsam auf. Noch zwei Tagesseminare Theorie und einen Praxistag mit einer Einsatz- und einer Sanitätsübung müssen die Wasserretter absolvieren, dann stehen die schriftliche und die praktische Prüfung an, bevor sie am Doktorsee die Badegäste beaufsichtigen dürfen.

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