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Rinteln behält sich Klage gegen Kalibetriebe K + S vor

Wassergewinnung am Heinekamp durch Salzeinleitung gefährdet?

Rinteln (ur). Der Druck auf den hessischen Kalisalzeinleiter K + S wächst: Überall im Weserraum entwickelt sich Aktivität von Kommunen, Zweckverbänden, Fischereivereinen und Unternehmen, mit denen eine verstärkte Einleitung salzhaltiger Abwässer aus Kalibetrieben in Werra und Weser verhindert werden soll. Rintelner Interessen sieht auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz betroffen - nicht nur wegen des vorrangigen Gewässerschutzes, sondern auch ganz konkret über das Wassergewinnungsgebiet der Stadtwerke am Heinekamp: "Ich halte nicht viel davon, immer vor Gericht zu ziehen, bevor die politischen Möglichkeiten ausgereizt sind, aber eine gemeinsame Klage der Anrainerkommunen würde sicher auch von uns geprüft werden."

veröffentlicht am 21.06.2007 um 00:00 Uhr

Die Wasserqualität des Brunnens am Heinekamp wird auch von der W

Die entscheidende Frage sei, ob die bergrechtlichen Bestimmungen "noch aus Adolfs Zeiten und davor" durch EU-Recht wirksam ausgehebelt werden können. "Das muss für die Prozess-Strategie im Vorfeld geprüft werden." Die europäische Wasserrahmen-Richtlinie besagt jedenfalls klipp und klar, dass die Qualität von Gewässern nicht verschlechtert werden darf - Zielvorgabe für 2015 ist sogar, dass Europas Flüsse Trinkwasserqualität aufweisen sollen! Verstärkt wird aus der Ablehnerfront darauf hingewiesen, dass K + S auf die ökologisch bedenkliche, aber preiswertere Entsorgung per Flusseinleitung ausweicht, obwohl das Unternehmen bei steigender Dividende einen Ertrag von 278 Millionen Euro ausweist.



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