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Sommerfest in Bodenwerder fiel trotz Regen nicht ins Wasser / Vorträge von Erwin Framke und Larissa Just

Wasser von oben und von unten beim Kneipp-Verein

Kemnade (rbo). Besseres Wetter hätten die Mitglieder des Kneipp-Vereins Bodenwerder sicherlich verdient gehabt. Hatten sie doch im Außenbereich des TSV Kemnade eine Kräuterausstellung, eine Wassertretstrecke und eine Büchersammlung aufgebaut.

veröffentlicht am 23.06.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 16:21 Uhr

Regen von oben und eiskaltes Wasser in den aufgestellten Maurerkübeln bereitete einen Spaziergang im Storchengang. Voran die Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bodenwerder, Anke Kasjahn.

Die Vorträge von Larissa Just und Erwin Framke fanden aber im trockenen TSV-Heim in Kemnade statt. Natürlich drehte sich beim örtlich bekannten Heilpraktiker Erwin Framke wieder alles ums „Wasser“. Zum Beispiel dehnt sich Wasser aus, wenn es friert, anstatt eine geringere Dichte zu haben. „Wir kennen kaum das gesamte Potential des Wassers, aber es ist die wichtigste Grundlage des Lebens“, sagt Erwin Framke. Im Mittelalter sei Quell- und Brunnenvergiftung hart bestraft worden. Für Wasser braucht der Körper keine Verdauungsstoffe, benötigt also auch keine Anstrengungen. Wasser wird vom Körper durch Schweiß, Atemluft, Urin und andere Ausscheidungen verbraucht. Es sei wichtig, pro Tag mindestens zwei Liter Wasser – möglichst ohne Kohlensäure und aus Glasflaschen – zu trinken. Das brachte ihm den Zwischenruf eines Zuhörers ein, der meinte: „Keine Kohlensäure? Sie nehmen uns aber auch jeden Spaß.“ „Im Gegensatz zu anderen Ländern können wir uns glücklich schätzen, noch auf ausreichend Wasser zurückgreifen zu können“, meint Framke und riet: „Greifen sie zu Leitungswasser, das hat häufig eine bessere Qualität als manches Mineralwasser.“

Wichtig sei auch, „Lebendiges Wasser“ zu trinken. Lebendiges Wasser kommt nur direkt an einer artesischen Quelle vor. Das bedeute, das Wasser tritt ohne Pumpen an die Erdoberfläche. Wasser verliere seine Lebendigkeit, wenn es hohem Druck ausgesetzt werde (also gepumpt wird) oder mit anderen Materialien wie Kunststoffen in Verbindung komme. Auch unter der Strahlung von Mikrowellen, Handys oder Fernsehern leide die Lebendigkeit des Wassers.

Schließlich wurde es skurril. Erwin Framke wirft Bilder des Japaners Dr. Masaru Emoto an die Leinwand. Dr. Emoto hat die Veränderungen der Wassermoleküle fotografiert, nachdem er sie mit guten oder schlechten Worten „besprochen“ habe. Auch verschiede Musikarten hätten auf Wassermoleküle unterschiedliche Auswirkungen. Genauer gesagt: Wasser mag keine Metal-Musik. Wasser ist für unser Leben unverzichtbar. Larissa Just hat vor einigen Tagen ihre Prüfung zur Kneipp-Gesundheitstrainerin bestanden. Sie referierte über die „Fünf Elemente des Sebastian Kneipp“. Als da wären: Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Lebensordnung. „Kneippanwendungen halten länger gesund. Wenn man Prävention betreibt, können auch die Krankenkassen entlastet werden“, sagt die 41 jährige, gelernte Kosmetikerin. Und wichtig sei es, alle fünf Elemente zu nutzen. Damit könne jeder sein gesundheitliches Wohlbefinden verbessern. Die rund 60 Gäste nahmen die Informationen dankbar an und das trotz Regen von oben und nassen Füßen von unten.



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