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Hegering bilanziert Jagdjahr: Wildschweine führen Abschussliste klar an / Vorstand gewählt

Waschbär ist in Rinteln heimisch geworden

Rinteln (who). Milde Winter und ein erhöhtes Futterangebot, dazu kaum oder gar keine natürlichen Feinde - das sind Faktoren, die den Wildbestand auch in Rintelner Revieren stark anwachsen lassen. Ohne die Regulierung durch waidgerechte Bejagung dürften die Zahlen ins Uferlose steigen. So die einmütige Feststellung bei der Jahresversammlung des Hegerings Rinteln im Gasthaus Droste in Todenmann.

veröffentlicht am 31.03.2008 um 00:00 Uhr

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Mit 208 Tieren nach 127 im Vorjahr steht der Fuchs weit oben auf der Liste der erlegten Tiere im zum 31. März ablaufenden Jagdjahr, berichtete der Hegering-Vorsitzende Thomas Friedrichs. Nicht zuletzt die erfolgreiche Tollwutschutzimpfung dürfte der Grund für den Anstieg der Fuchspopulation mit den erhöhten Abschusszahlen sein. Erheblich ist auch die von 37 auf 61 vergrößerte Strecke bei Dachsen. Bei Feldhasen sind mit 89 nur zwei mehr als im Vorjahr erlegt worden, was mit der Schonung zur Stabilhaltung des Bestandes zusammenhängt. In Zusammenhang mit Krankheiten ist dagegen "der Kaninchenbestand fast ganz zusammengebrochen", erklärt Thomas Friedrichs. Deshalb habe niemand von den 165 Jägerinnen und Jägern im Hegering im auslaufenden Jagdjahr einen der kleinen Nager erlegt. Mit 235 zu 110 erlegten Tieren rangieren die Wildschweine noch vor den Füchsen und den Rehen (165:146). Beim Flugwild führt die Rabenkrähe die Abschussliste an mit 223 Tieren zu 179 im Vorjahr. An zweiter Stelle steht die Ringeltaube mit 194 zu 213 Abschüssen vor der Stockente (179:156) und dem Blässhuhn (115:47) sowie Wildgans (60:74) und Kormoran (36:37). Da sich die Gänsebestände weiter erhöhen, nahmen die versammelten Jäger mit Erleichterung zur Kenntnis, dass das Niedersächsische Jagdschutzgesetz neuerdings die Nilgans als Zuwanderer zum jagdbaren Wild zählt und die Bejagung vom 1. August bis 31. Januar vorsieht. "Der Waschbär ist inzwischen normaler Bestandteil in unseren Revieren", notierte Friedrichs die Veränderungen in der Schaumburger Fauna. Allein 17 der aus Nordamerika stammenden Kleinbären waren im letzten Jagdjahr erlegt worden gegenüber sechs in 2006/2007. Dabei indizieren die erhöhten Abschusszahlen einen real weit höheren Bestand, da die gewitzten Tiere in der Regel schwer zu schießen oder zu fangen sind. "Vor allem beim Wildschwein müssen wir uns künftig auf noch höhere Bestände einstellen", sagte der Hegeringleiter voraus. Damit seien gleichzeitig Probleme bei Drückjagden in Straßennähe verbunden, mahnte er erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Verkehrsgefährdungen an. Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte zur Hegeringversammlung war die Wahl zum Vorstand. Dies stellte aber kein Problem dar, da die versammelte Jägerschaft geschlossen für Wiederwahl stimmte. Damit bleibt es bei Thomas Friedrichs, Auetal, als Vorsitzendem. Ebenfalls bleiben im Amt: Hartmut Stock, stellvertretender Vorsitzender; Frank Remmert, Schatzmeister, und Hans-Jürgen Brand, Rinteln. Alle drei kommen aus Rintelner Ortsteilen.



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