weather-image
14°
Ehemalige Spänex-Hallen verfallen immer mehr / Ärgernis für die Anwohner

Was wird aus der Industriebrache? Axel Brunner: "Für jede Option offen"

Silixen (wm). Silixen war in der Industrie einst auch ein Synonym für Kesselbau, weil Standort eines großen Unternehmens von der Familie Röntgen gegründet, später Spänex, dann Wilhelm& Sander, danach Energie- und Umwelttechnik BHSR, jetzt im Besitz des Unternehmens Hildebrand-Brunner Trockentechnik in Gehrden bei Hannover.

veröffentlicht am 18.03.2008 um 00:00 Uhr

Industriegelände "Hinter den Weiden" in Silixen: Hier wurden bis

Beide großen Industriegebäude im Gewerbegebiet "Hinter den Weiden" stehen seit rund vier Jahren leer. Die Gemeinde versucht schon seit längerer Zeit entweder das Unternehmen dazu zu bewegen, das Gelände wieder zu nutzen oder einen neuen Investor zu finden oder das Grundstück, rund 20 000 Quadratmeter groß, einer anderen Nutzung zuzuführen, beispielsweise für den Wohnungsbau. Alle Ratsparteien haben sich hier schon engagiert und auch die Verwaltung sei nicht untätig geblieben, betonte Bürgermeister Hans Hoppenberg in einem Telefongespräch. Doch letztlich hänge alles von den derzeitigen Eigentümer der Industriebrache ab. Mit dem habe man mehrere Gespräche geführt, es habe zeitweilig sogar die Hoffnung gegeben, dass der Betrieb den Produktionsstandort aufrechterhalten würde, aber letztlich habe sich alles zerschlagen. Zuletzt waren hier gerade noch zehn Leute tätig - zu besten Zeiten rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Einen neuen Anlauf hat jetzt Manfred Stoller, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft genommen und vorgeschlagen, die Beteiligten sollten sich an einen Tisch setzen. Anlass dazu ist für Stoller, dass der Flächennutzungsplan der Gemeinde derzeit überarbeitet wird und damit auch die künftige Nutzung des Geländes neu definiert werden könnte. Hoppenberg begrüßt grundsätzlich jede Initiative um das Problem zu lösen. Es sei wichtig, diesen Standort wieder mit Leben zu erfüllen, er hält aber einen runden Tisch mit Kreis, Bezirksregierung, IHK, Kreishandwerkerschaft und Banken, wie von Stoller vorgeschlagen, nicht für eine Erfolg versprechende Veranstaltung. Während ein Gebäude, in dem vor etwa vier Jahren die Kesselproduktion eingestellt worden ist, zuletzt wurden hier Kessel für Holzschnitzelfeuerungen gefertigt, noch in relativ gutem baulichen Zustand ist, verfällt die älteste Anlage immer mehr. Stoller betonte in einem Schreiben an die Gemeinde, das werde zunehmend auch für die Anlieger ein Ärgernis. Hoppenberg sieht zumindest zurzeit aber in der Ruine noch keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Axel Brunner, Juniorchef des Unternehmens in Hannover, das weltweit tätig ist, betonte, gestern in einem Telefongespräch, grundsätzlich sei er für jede Option offen, auch für einen Verkauf des Geländes. Auch eine Vermietung an einen neuen Nutzer sei denkbar. Man habe dieses Frage allerdings bisher einfach "hintenan geschoben, "weil wir hier so viel anderes um die Ohren haben". Die Auftragslage sei sehr gut, das Unternehmen voll ausgelastet. Das Unternehmen ist auf dem Weltmarkt für Holztrockner mit neuer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für die Holzindustrie führen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare