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Balkon wird Blütenoase

Was wie wo am besten gepflanzt und gepflegt wird

Bunte Blumen machen Lust auf Frühling und Natur. Ein bepflanzter Balkon ist aber nicht nur eine Freude fürs Auge, er bietet noch mehr:

veröffentlicht am 21.04.2017 um 00:00 Uhr

Auf dem Balkon kann mit Hingabe und Kreativität ein richtig kleiner Garten entstehen. Foto: Vonovia

Ein Fest für die Sinne etwa sind Vanilleblumen oder Duftpflanzen von Zitrus bis Pfefferminz. Würzige Zutaten für die frische Frühlingsküche sind duftende Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch, Petersilie oder Dill und Gemüse von Tomaten bis Kartoffeln. Und es gibt Balkonpflanzen, die sogar der heimischen Tierwelt guttun. So zieht etwa Lavendel Schmetterlinge an, Sonnenblumen und rote Fuchsien locken Vögel und Bienen finden ihren Nektar vor allem bei Ringel- und Glockenblumen, Hängewicken und Kapuzinerkresse. Letztere übrigens kann bis zu drei Meter groß werden und so als Sichtschutz dienen.

Norden, Westen, Süden, Osten – Balkon sind unterschiedlich ausgerichtet. Am pflegeleichtesten sind Ost- und Westbalkone, weil hier die Mischung aus Sonne und Schatten optimal und die große Mittagshitze meist kein Thema ist. Bei knalliger Hitze oder Dauerschatten ist die Pflanzenauswahl schwieriger. Der Balkonklassiker Geranie etwa verträgt die Sonne gut, auch Petunien, Bougainvillea und Dahlien halten viel aus. Große, tiefe Töpfe speichern zudem mehr Feuchtigkeit. Für schattige Balkone sollte man lieber Fuchsien, Fleißige Lieschen, Farne oder Efeu wählen.

Ist der Balkon starkem Wind ausgesetzt, dann besser Hängeblumen meiden und Pflanzen mit kleinen Blättern nehmen, die nicht sofort austrocknen. Apropos Austrocknen: Balkonpflanzen muss man häufig gießen, weil der Wasservorrat in den Kästen begrenzt ist. Wenn dabei Wasser unten herausläuft, hilft ein Unterteller. Staunässe im Topf kann man mit einer Drainageschicht aus Ton unter der Blumenerde vermeiden. Und wer verreisen möchte, kann Bewässerungskugeln oder eine umgedrehte Plastikflasche voll Wasser in die Erde stecken – oder den Nachbarn fragen, ob er gießt.

Schädlinge sind ein häufiges Ärgernis nicht nur für den Hobbygärtner, sondern auch die Nachbarn. Der beste Schutz dagegen ist die richtige Pflege der Balkonblumen, denn Blattläuse und Schnecken greifen am liebsten schwache Pflanzen an. Auch die Auswahl ist entscheidend: Thymian zum Beispiel schreckt Schnecken und Pilze ab, Kapuzinerkresse hält Blattläuse fern, Lavendel die Ameisen. Wenn es doch passiert, die Schädlinge einfach mit einem feuchten Tuch abstreifen oder befallene Triebspitzen wegschneiden. Blattläuse wird man gut los, wenn man sie mit kaltem schwarzem Tee besprüht. Man braucht gar nicht unbedingt die Chemiekeule auspacken, damit alles wächst und gedeiht. vonovia

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