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"Next Vote": In der Gesamtnote eine 3,2 / Lisa Engelking gewinnt I-Pod

Was tun für Jugendliche: Stadt in wichtigen Feldern unter dem Schnitt

Mit Gewinnerin Lisa Engelking (2.v.r.) freuten sich auch (v.l.) Christoph Struckmann, Vorsitzender des Stadtjugendrings, seine Stellvertreterin Sarah Kosmalla und Björn Bertram vom Landesjugendring, dass ein Hauptgewinn der landesweiten Aktion in die ehemalige Residenzstadt gegangen ist. Foto: mig Bückeburg (mig). Wählen lohnt sich doch: Das "Voten" im Internet hat Lisa Engelking einen trendigen "I-Pod Nano" beschert. Vor der Kommunalwahl hatte der Landesjugendring Jugendliche in ganz Niedersachsen dazu aufgerufen, über ihre Heimatstadt abzustimmen.

veröffentlicht am 28.10.2006 um 00:00 Uhr

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Übergeben wurde der Gewinn von Björn Bertram, Referent für Jugendpolitik beim Landesjugendring, der anschließend auch ein Fazit der Aktion "Jung und glücklich in Niedersachsen?" zog. Insgesamt haben rund 4000 niedersächsische Jugendliche an der "Next Vote"-Onlinebefragung teilgenommen, immerhin 155 davon kamen aus Bückeburg. Das Abstimmungs-Ergebnis der Teenager fällt auf den ersten Blick positiv aus - mit einer Gesamtnote von 3,2 liegt die Stadt im guten Mittelfeld. Bei näheren Hinsehen wird allerdings schnell deutlich: In wichtigen Feldern bleibt die ehemalige Residenzstadt hinter anderen Städten und Landkreisen zurück. Zum Beispiel bei der kommunalpolitischen Beteiligung von Jugendlichen: "Hier wird Bückeburg deutlich schlechter als im Landesdurchschnitt mit einer Schulnote von 3,8 bewertet," berichtete der Referent. Sogar nur eine glatte Vier erreichten die hiesigen Kommunalpolitiker - die Jugendliche fühlen sich von ihnen nicht ernst genommen. Der Chef des Stadtjugendrings, Christoph Struckmann, machte diese Zahl für Bückeburg konkret. "Der Bau des Skaterparks hat sich fünf Jahre hingezogen. Kein Wunder, dass Jugendliche sich hier nicht ernst genommen fühlen." Nicht die Jugendlichen müssten bei derartigen Fragen auf die Politik zugehen, sondern die Politik auf die Jugendlichen. "Die Beteiligung junger Menschen wird hier nicht gelebt," fasste Struckmann zusammen. Sein Vorschlag: Bei Bauvorhaben wie an der Jetenburger Straße / Scheier Straße müssten auch die Erfahrungen von Schülern und ihrem Schulweg in die Gestaltung einfließen. Der Stadtjugendring will die Ergebnisse der Onlinebefragung demnächst auch im Jugendausschuss präsentieren.

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