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Weil sich einige "am Entwurf reiben": VA rudert zurück und erklärt sich zur Jury

Was steht mitten im Kreisel? Jetzt soll es ein Ideen-Wettbewerb richten

Bückeburg (rc). Mit einem Ideen-Wettbewerb soll die Gestaltung des Kreisels Scheier Straße vorangetrieben werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste jetzt der Verwaltungsausschuss (VA), der auch die Wettbewerbs-Modalitäten formulierte. Das teilten Bürgermeister Reiner Brombach und Baufachbereitsleiter Karlheinz Soppe in einem Pressegespräch mit.

veröffentlicht am 30.03.2007 um 00:00 Uhr

An und für sich war die Gestaltung des Kreiselinneren bereits weit fortgeschritten, wie Soppe sagte (wir berichteten). Ein Modell, der Entwurf des Rintelner Künstlers Eg Witt, sei von ihm bereits im Verwaltungsausschuss vorgestellt worden. Als es keine "gegenteilige Äußerungen" gab, habe er sich auf Sponsorensuche gemacht, um die wehenden Trachtenröcke aus Stahl zu realisieren. Gut zwei Drittel der auf rund 12 000 Euro veranschlagten Kosten hatte er bereits beisammen. Bis vor gut zwei Monaten ein Antrag der CDU-Fraktion zu einem Ideen-Wettbewerb kam. "Einige hatten sich wohl am Entwurf gerieben", so die Vermutungen Soppes. Die CDU hat ihren Antrag damit begründet, dass dies eine seltene Gelegenheit sei, an exponierter Stelle zu zeigen, wofür Bückeburg stehe und zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt beizutragen. Nicht nur in der CDU regt sich der Widerstand, sondern auch in der Mehrheitsgruppe, wo vor allem der Jetenburger Rüdiger Homeier ein Verfechter einer klassischen Sandsteinlösung mit Jetenburger Bezug ist. Wie der Bürgermeister sagte, "wollten wir die Witt-Lösung, weil sie ein äußert positiver Entwurf ist, aber es gibt auch andere akzeptable Möblierungen". Brombach: "Witt passt da hin, aber wir wollen keinen Streit entbrennen lassen, das Projekt auch nicht zerreden." Je ausgefallener Kunst sei, desto mehr rieben sich die Bürger an ihr. Bestes Beispiel dafür sei die lange Diskussion um den "Tortenbrunnen" gewesen, erinnerte der Bürgermeister an die Schlacht um die Gestaltung des Marktplatzes Anfang der neunziger Jahre. Die Modalitäten: Teilnahmeberechtigt: alle Schaumburger. Kostengrenze: 10 000 Euro. Motiv: freigestellt. Unterlagen: Grundriss, Ansichten, Modell. Urheberschaft: Es muss sich um eine eigene Idee handeln. Abgabetermin: bis 10. Mai im Stadthaus I. Entscheidungsgremium: Der Verwaltungsausschuss entscheidet in nichtöffentlicher Sitzung, keine Jury. Fünf Vorschläge liegen bereits vor, auch Witt macht mit.

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