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Grundgehälter der Kommunalspitzen zwischen 4000 und 6300 Euro / Je mehr Einwohner desto höher die Besoldungsgruppe

Was Schaumburgs hauptamtliche Bürgermeister verdienen

Landkreis (jl). Am heutigen Mittwoch treten die neugewählten hauptamtlichen Bürgermeister ihre Ämter an. Grund einmal nachzufragen, was die Samtgemeinde- und Stadtoberhäupter verdienen. Ergebnis: Die Spanne der Grundgehälter der Schaumburger Kommunalspitzen bewegt sich nach Angaben der Kreisverwaltung zwischen 4000 und 6300 Euro pro Monat.

veröffentlicht am 02.11.2006 um 00:00 Uhr

Die Zahl der Einwohner einer Stadt oder Samtgemeinde ist eine wichtige Größe, die die Bezahlung ihres hauptamtlichen Bürgermeisters beeinflusst. Die Bevölkerungsstärke entscheidet nämlich, in welche Besoldungsgruppe das jeweilige Samtgemeinde- oder Stadtoberhaupt eingestuft wird. Die Einstufung der hauptamtlichen Bürgermeister wie auch früher der Samtgemeinde- und Stadtdirektoren in die Besoldungstabelle regelt in Niedersachsen die Kommunalbesoldungsverordnung. Was in der jeweiligen Stufe oder Gehaltsgruppe gezahlt wird, ist wiederum im Bundesbesoldungsgesetz geregelt. Was heißt das konkret für die Schaumburger Kommunen? Bis zu 10 000 Einwohnern bedeutet ein Gehalt nach der Besoldungsgruppe A 15 für den Hauptamtlichen an der Spitze - das sind zwischen 3903 und 4914 Euro. Die konkrete Höhe ist altersabhängig. Hinzu kommen eine Dienstaufwandsentschädigung (102 bis 138 Euro) und bei Verheirateten mit Kindern ein Familienzuschlag (für alle Besoldungsgruppen einheitlich 100 Euro für den Ehe-Status, dazu 90 Euro für jedes Kind). Nach der Besoldungsstufe A 15 werden im Kreis die Bürgermeister von Auetal (bisher: Ursula Sapia; neu: Thomas Priemer), Eilsen (bisher: Heinz Wischnat; neu: Bernd Schönemann), Lindhorst (Gerd Busche), Niedernwöhren (Fritz Anke), Obernkirchen (bisher: Wilhelm Mevert; neu: Oliver Schäfer) und Sachsenhagen (Arthur Adam) bezahlt. Wie beschrieben, kann sich dasändern, wenn die Kommune die 10 000er Grenze bei der Einwohnerzahlüberspringt. So ist es im Verlauf der vergangenen Jahre in der Samtgemeinde Nienstädt passiert und umgekehrt in Obernkirchen, das vor ein paar Jahren die 10 000er Grenze unterschritten hat. Von 10 001 bis 15 000 Einwohnern wird der Spitzenmann im Rathaus nach der Gruppe A 16 bezahlt. Das bedeutet je nach Dienstalter 4311 bis 5480 Euro plus 204 Euro Aufwandsentschädigung und eventuell den Familienzuschlag. In dieser "Preisklasse" arbeitet in Schaumburg nur der Nienstädter Samtgemeindebürgermeister (Rolf Harmening). Die Stufe zwischen 15 001 und 20 000 Einwohnern: Eine Stufe höher, in der Gruppe B 2, rangieren dessen Amtskollegen in den Samtgemeinden Nenndorf (bisher: Wilfried Battermann; neu: Bernd Reese) und Rodenberg (Uwe Heilmann). Deren Gehalt beträgt jeweils 5716 Euro. Alterszuschläge gibt es in dieser Besoldungsgruppe nicht. Bei Kommunen mit einer Einwohnerzahl von 20 001 bis 30 000 Einwohnern gilt die Besoldungsgruppe B 3. Danach werden in Schaumburg die Bürgermeister von Bückeburg (Reiner Brombach), Rinteln (Karl-Heinz Buchholz) und Stadthagen (bisher: Jürgen Hoffmann; neu: Bernd Hellmann) bezahlt. Deren Grundgehalt beträgt 6056 Euro plus 240 Euro Aufwandsentschädigung und eventuell ein Familienzuschlag.

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