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Bauamt plant unter anderem Kreisel an der Festhalle / CDU will erst Festplatz-Konzept

Was passiert zwischen City und Festplatz?

Stadthagen (jl). Das städtische Bauamt hat für dieses Jahr eine Menge Projekte vor. Diese hat Bauamtsleiter Manfred Fellmann jüngst dem Bauausschuss präsentiert. Mehrere Planungen betreffen den Bereich zwischen der Innenstadt und dem Festplatz. Vieles von der Arbeit der Planer wird aber zumindest in diesem Jahr noch Theorie bleiben, weil zu einigen Fragen noch politische Grundsatzentscheidungen gefällt werden müssen.

veröffentlicht am 02.03.2007 um 00:00 Uhr

Die stark frequentierte Kreuzung an der Festhalle soll in einen

In Arbeit oder vor dem Planungsstart sind gemäß Fellmanns Ausführungen vier Projekte für den Bereich zwischen Innenstadt und Festplatz sowie dessen Umgebung. Es sind die Umgestaltung der Achse Marktstraße/Enzer Straße, ein Kreisel an der Festhalle, der Nachausbau der Gartenstraße und die Überplanung des Festplatzes. Der erste Punkt -die Verbindung vom Markt zum Festplatz -ist ein Dauerthema im Bauausschuss, das alle Jahre wieder auf den Tisch gekommen ist und nun erneut ansteht. Inhaltlich geht es jetzt laut Fellmann wieder um das Problem, auf dieser Achse vernünftige Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen, die sich unter den jetzigen Bedingungen dauernd in die Quere kommen. Ernst Lenk (Grüne) forderte, dort "einen einladenden Weg in unsere Innenstadt" zu schaffen. Die jetzige Kreuzung Enzer Straße/Seilerstraße/Gartenstraße eignet sich nach den Worten des Bauamtsleiters optimal für einen weiteren Kreisel in der Kreisstadt. Was Fellmann und der Ausschuss zum Zeitpunkt der Sitzung nicht wissen konnten und erst kurz danach bei der Unfallbilanz der Stadthäger Polizei für 2006 bekannt wurde: Die Kreuzung hat sich im vergangenen Jahr zu einem neuen Unfallschwerpunkt in Stadthagen entwickelt. In der Sitzung des Bauausschusses gab es zum Planungsstart in diesem Jahr allerdings Widerspruch von der CDU. Parteichef und Ratsmitglied Heiko Tadge war der Meinung, dass es dringendere Vorhaben gebe als den Festhallen-Kreisel. Mit dessen Planung solle erst begonnen werden, wenn "der Festplatzüberplant ist". Fellmann räumte ein, dass der Kreisel nicht vordringlich sei. Aus den Aufgabenschwerpunkten 2007 ist er aber ausdrücklich nicht gestrichen worden. Ein Konzept für den Festplatz hatte die CDU nach dem Debakel um das Einkaufszentrum vor rund zwei Jahren beantragt -auf der "Basis der Daten, die damals vorlagen", wie Fraktionschef Gunter Feuerbach auf Nachfrage betonte. Der Antrag liege vor, sagte Fellmann in der Ausschusssitzung. Eine Planung taucht aber imdiesjährigen Aufgabenkatalog nicht auf. Gegen den Kreisel spricht laut Feuerbach, dass dadurch Platz für die Jahrmärkte verloren ginge. Es seien auch andere Lösungen denkbar. Schließlich will das Bauamt in diesem Jahr die Planungen für den Nachausbau der Gartenstraße anpacken, die es laut Fellmann dingend nötig hat. Bevor gebaut wird, muss allerdings politisch entschieden werden, welche marode Straße in der Stadt welche Priorität hat - und dabei ist die Liste lang.

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