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Drei „weise Frauen“ informieren bei Wesio

Was macht eigentlich eine Hebamme?

Hameln (kv). „Der Mann läuft nervös auf einem Flur hin und her. Durch die geschlossene Zimmertür hört man eine Frau, sie schreit. Es klingelt, die Rettung naht in Person einer Hebamme. Wenige Szenen später hält die strahlende Mutter das Neugeborene in ihren Armen.“ Soweit das Klischee, das wir aus Kinofilmen kennen. Wäre das die Arbeit einer Hebamme, hätten die drei jungen Wesionärinnen Sabine Wolff, Jana Patzert und Miriam Begerau nicht sehr viel zu tun, zumal wir auch in Hameln-Pyrmont im letzten Jahrzehnt einen dramatischen Rückgang der Geburten feststellen müssen.

veröffentlicht am 17.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:41 Uhr

Hameln (kv). „Der Mann läuft nervös auf einem Flur hin und her. Durch die geschlossene Zimmertür hört man eine Frau, sie schreit. Es klingelt, die Rettung naht in Person einer Hebamme. Wenige Szenen später hält die strahlende Mutter das Neugeborene in ihren Armen.“ Soweit das Klischee, das wir aus Kinofilmen kennen. Wäre das die Arbeit einer Hebamme, hätten die drei jungen Wesionärinnen Sabine Wolff, Jana Patzert und Miriam Begerau nicht sehr viel zu tun, zumal wir auch in Hameln-Pyrmont im letzten Jahrzehnt einen dramatischen Rückgang der Geburten feststellen müssen. Kamen 1998 noch jährlich 43 Geburten auf 1000 Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren, so waren es im Jahre 2008 nur noch 35.

Bei Wesio berichten die drei Hebammen aus ihrem Berufsalltag: „Immer mehr jungen Paaren fällt es heute schwer, schwanger zu werden. Eine unserer Aufgaben ist es, da beratend zu helfen. Ob es zu einer Schwangerschaft gekommen ist, können wir feststellen. Wenn Sie schwanger sind, ist es in Ihrem und im Interesse des heranwachsenden Kindes, dass Sie sobald wie möglich mit uns Kontakt aufnehmen. Vertrauen und eine gute persönliche Beziehung braucht Zeit. Sie sollen sich während ihrer Schwangerschaft wohlfühlen, im Einklang mit Ihrem werdenden Kind und Ihrem eigenen Körper. Dabei unterstützen wir Sie. So entsteht die Grundlage für eine entspannte Atmosphäre bei der Geburt. Wir haben viele Möglichkeiten, die Schwangerschaft zu begleiten. Neben vertraulichen Beratungsgesprächen helfen wir Ihnen mit Akupunktur und Moxibustion, hierbei werden in der traditionellen chinesischen Medizin spezielle Punkte am Körper erwärmt. Auch Homöopathie, Fußreflexzonenmassage, metamorphische Massagen und die Lymphbehandlung können eingesetzt werden.

Keine Angst vor den Kosten. Die Leistungen, die eine Hebamme erbringt, werden von Ihrer Krankenkasse getragen.

Wir führen Vorsorgeuntersuchungen laut Mutterpass durch. Schon während der Schwangerschaft hat die Stillberatung ihren festen Platz, sowohl in der Schwangerenvorsorge, Schwangerenberatung, Geburtsvorbereitung oder in speziellen Kursen zum Thema Stillen.

Nicht die Hebamme, sondern Sie als werdende Mutter bringen Ihr Kind zur Welt, Sie gebären es. Wir begleiten, helfen, unterstützen, sorgen für Sicherheit.

Nach der Geburt begleiten wir Sie im Wochenbett. In den ersten Tagen, dem frühen Wochenbett, führen wir ausführliche Beratungsgespräche mit Ihnen. Viel Ruhe, Nähe zum Kind und Hautkontakt wirken sich positiv auf die Milchproduktion und den Milchspendereflex aus und fördern somit einen entspannten Stillbeginn. Unsere Betreuung im Wochenbett bis zum Ende der Stillzeit gibt uns die Möglichkeit, Sie in ihrer vertauten, häuslichen Umgebung zu unterstützen und in ihrer neuen Aufgabe als Mutter zu bestärken.

Wir unterstützen Sie bei der Rückbildung, beraten Sie bei der Auswahl einer sinnvollen Erstausstattung und bei deren Gebrauch. Beispielsweise in der Handhabung eines Tragetuchs. Ein Thema ist auch der Übergang vom Stillen zur ersten Breinahrung, wenn Ihr Kind etwa sechs Monate alt ist. Ein- bis Dreijährige kommen mit ihren Eltern zu den Minitreffs,“ Soweit die Hebammen. Am 5. März findet in der Hebammenpraxis in der Klütstraße 103 um 19.30 Uhr unser Wesionärstreffen statt. Weitere Informationen bei



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