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Über gesunde Ernährung für unsere Liebsten

Was Hunde und Katzen fressen sollen

Region Weserbergland (kv). In der Zeit, in der aus dem Hund ein Haustier wurde, hat er seine Nahrung stark an die des Menschen angepasst. Katzen ist das erspart geblieben, weil sie sich schon im alten Ägypten mit der Mäusejagd selbst ernähren mussten. (Bei beiden ist übrigens in dieser Zeit das Gewicht des Gehirns im Verhältnis zu Wolf und Wildkatze erheblich zurückgegangen.)

veröffentlicht am 20.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 07:21 Uhr

Wildkatzen sind ausgesprochene Fleischfresser, und bei Hauskatzen wird sich diese Ernährungsweise nicht fundamental ändern lassen. Hunde kann man durchaus zu den Allesfressern zählen, wenn man die Nahrungspalette der Wölfe, ihrer wilden Verwandten, betrachtet. Die Katze kann die Intensität des Proteinabbaus nicht so gut der jeweiligen Nahrungssituation anpassen, weshalb sie einen gleich bleibend hohen Proteinbedarf hat. Protein hat in erster Linie Bedeutung für den Aufbau und die Erhaltung der verschiedenen Körpergewebe wie Muskeln und Organe. In der Fachliteratur liest man, dass Hund und Katze bis zu sechs mal mehr Proteine benötigen als der Mensch. Je mehr sich seine Zusammensetzung der des Konsumenten ähnelt, desto höher ist biologische Wertigkeit des Proteins.

Allerdings können auch Fleischfresser ihren Proteinbedarf zumindest zum Teil aus pflanzlichen Proteinlieferanten beziehen. Diese können mit Proteinen tierischer Herkunft sowohl bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit als auch ihres Aminosäuremusters konkurrieren. Wenn Raubtiere ihre Beute verzehren, fressen sie auch den Mageninhalt mit. Damit versorgen sie sich auf natürliche Weise mit Ballaststoffen.

Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, vorwiegend aus pflanzlichen Zellwänden, besonders Zellulose, die von den Enzymen des tierischen Verdauungstraktes nicht abgebaut werden, aber den Mikroorganismen des Dickdarms gewissermaßen als Nahrungs-Grundlage dienen und die Beweglichkeit des Darms und damit die Verdauung fördern. Zum Teil werden sie umgewandelt, meist aber unverändert ausgeschieden. Geht es den wichtigen Ecu-Bakterien im Dickdarm gut, verdrängen, sie die schädlichen Gas- und Fäulnisbildner, die durch überflüssiges Eiweiß (nämlich ein Zuviel an Fertigfutter) genährt werden. Weil zudem im Darmbereich ein großer Teil des Immunsystems zu Hause ist, bedeutet ein gesunder Darm ein gesundes Tier!

Damit der Verdauungsapparat von Hund und Katze natürlichen Bedingungen ausgesetzt ist, sollten sie mit frischer Nahrung gefüttert werden. Das heißt mit rohem Fleisch. Allerdings keinem Schweinefleisch, weil in rohem Schweinefleisch Krankheitserreger sein können, die zwar nicht für Menschen, wohl aber für Hund und Katze gefährlich sein können. Auch Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Hüttenkäse können gefüttert werden. Damit ihr Liebling satt wird, mischen Sie gekochte Kartoffeln, Reis und Gemüse unter das Fleisch. Dies sorgt auch für Ballaststoffe.

Während des ersten Jahres muss Calcium und Phosphor für das Knochenwachstum ergänzt werden.

Ersatz für kalorienreiche Leckerchen sind Knäckebrote, die mit etwas Wurst oder Butter bestrichen sind.

Gelegentlich sollten Hund und Katze einen großen Gelenkknochen abknabbern können. Damit wird der gefürchtete Zahnstein vermieden.

Diese tierischen Ernährungstipps gibt uns KatersKatrin in ihrem Blog bei

Solange „die sechs an der Tankstelle“ ihre tägliche Nahrung erhalten, braucht man sich keine Gedanke über die Zusammensetzung ihres Futters zu machen. Aber was kommt danach? KatersKatrin weiß Rat.

Foto: Rena



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