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Kleinenbremer Sportanlage ist wiederholt das Ziel von Vandalen / TuS erstattet Anzeige, Polizei fährt Streife

"Was geht bloß bei diesen Jungens im Kopf vor?"

Kleinenbremen (ly). Was er dazu sagt? Da muss Günter Möller erst einmal nachdenken. "Mich macht das sprachlos", sagt der Vorsitzende des TuS Kleinenbremen schließlich. Viermal innerhalb weniger Wochen haben Vandalen am Sportplatz Verwüstungen hinterlassen. "Was geht bei diesen Jungens im Kopf vor?", fragt sich Möller. "Warum muss man Flaschen zerdeppern? Nicht zu fassen." Irgendwie fehlten in dieser Gesellschaft die Werte.

veröffentlicht am 12.01.2007 um 00:00 Uhr

Spuren der Verwüstung: TuS-Vorsitzender Günter Möller an dem Tei

4. Januar: Am Morgen nach einer Vorstandssitzung fährt Günter Möller zum Sportplatz, um nach dem Rechten zu schauen. Da sieht er die Zerstörungen: Teile der eisernen Barriere um den Sportplatz sind auf einer Länge von etwa 20 Metern platt gemacht, die Absperrkette zur Rasenfläche aus der Verankerung gerissen. Und am Pavillon sowie auf dem Kinderspielplatz liegen Scherben - wieder einmal. Am Abend zuvor soll eine Gruppe von 20 bis 25 Jugendlichen am Tatort beobachtet worden sein. Apropos Scherben: Einen Anblick wird Günter Möller so schnell nicht vergessen. Von weitem hatte es am 27. Dezember so ausgesehen, als sei der Parkplatz weiß von Glas. Bei näherem Hinsehen war es dann noch immer schlimm genug. "Die Scherben von rund zehn Flaschen Schnaps und ungefähr drei Kisten Bier waren über den gesamten Parkplatz verteilt", berichtet der TuS-Chef. Bis dahin hatten die Randale-Brüder das Sportgelände bereits zweimal heimgesucht, nach TuS-Angaben jeweils um die Weihnachtszeit. Stets fanden sich danach Scherben und leere Flaschen auf Abstellflächen, Spielplatz und Rasen. Wie viel Arbeit in den gepflegten Anlagen steckt, lässt sich kaum übersehen. Dass das Aufräumen Mühe bereitet hat, kann man ebenfalls erahnen. Es ist nicht so, dass Günter Möller kein Verständnis für Jugendliche hätte. Doch jetzt reicht es ihm. "Wir haben Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet", so der Vorsitzende. "Die Polizei wird auf Streife regelmäßig zum Sportplatz fahren." Auf Sachbeschädigung stehen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Jugendliche und Heranwachsende kommen in der Regel etwas glimpflicher davon.



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