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Taufe auf dem Bad Eilser Festplatz fällt aus / Artisten geben trotzdem ihr Bestes / 50 Zuschauer bei der Vorstellung

Was für ein Zirkus: Baby-Kamel findet keinen Paten

Bad Eilsen (mig). Was für ein Zirkus: Für die angekündigte "Taufe" eines Dromedarjungen beim Zirkus Royal hatte sich bis zur Vorstellung am vergangenen Sonnabend kein Pate gefunden. Die Enttäuschung der kleinen Zuschauer hielt sich aber dank der tollen Leistungen der Künstler in Grenzen.

veröffentlicht am 30.05.2007 um 00:00 Uhr

Nerven wie Drahtseile: Fräulein Jennifer meistert den gefährlich

"Wann kommt denn das Baby-Kamel?" Wie die kleine Jessica, hatten auch viele andere Kinder während der Vorstellung auf die "Taufe" des 30-Tage-alten Höckertieres gewartet (wir berichteten). Weil sich für das jüngste Mitglied der Zirkus-Familie aber kein Pate gefunden hatte, fiel die geplante Zeremonie ins Wasser. Chefin Petra Royal: "Die Leute haben wohl gedacht, dass sie etwas dafürbezahlen müssen." Obwohl die Hauptattraktion fehlte, wurde die Show trotzdem ein Erfolg. Während von draußen der Duft von Zuckerwatte lockte, zeigten sich rund 50 Zuschauer im Zelt vor allem von den Tierdressuren begeistert. Majestätische Kamele mit ledrigen Plattfüßen, schnelle Pferde und geschickte Ponys - die kleinen und großen Kunststücke der tierischen Darsteller ließen dieKinderherzen höher schlagen. Ihr Bestes gaben aber auch die Artisten des in der sechsten Generation existierenden Traditionszirkus. Die "Rasselbande" begann den bunten Reigen der Kunststücke mit schwierigen gymnastischen Einlagen, anschließend führten die "Comancheros" ein Pferderodeo ohne doppelten Boden vor. Richtig spannend wurde es aber, als Fräulein Jennifer die Manege betrat. Die kleinen Zuschauer hielten den Atem an, als die Seilkünstlerin vorsichtig über ein straff gespanntes Metallseil balancierte - und auf der anderen Seite ankam. Über einen ebenso ausgeprägten Gleichgewichtssinn verfügt auch Manuel Schickler. Der Jongleur aus einer alten Artistenfamilie, warf, während er auf einer römischen Rolle stand, immer mehr Ringe in die Luft. "Wie macht der das?", fragte ein kleines Mädchen verwundert. Fazit: Vom Hulahup-Reifen bis zu Clownerien boten die Künstler Zirkus zum Anfassen. Die nächsten Termine: Häverstedt: Freitag/Samstag um 14 Uhr; Sonntag 11 Uhr und 15 Uhr.

Ein Leckerli nach getaner Arbei: Rudolf Sarani mit einem seiner
  • Ein Leckerli nach getaner Arbei: Rudolf Sarani mit einem seiner Pferde.


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