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Bisperoder Heimatverein feiert seit 23 Jahren das Erntefest auf dem Gutshof Voß

Was es mit der Erntekrone auf sich hat

Bisperode. Die ersten Erntekronen wurden im 19. Jahrhundert in den Ländern östlich der Elbe gebunden, hat der Heimatverein Bisperode herausgefunden. Tagelöhner in der Landwirtschaft bedankten sich bei ihren Gutsherren für die Saisonarbeit, das Einbringen der Kornernte.

veröffentlicht am 01.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

In heutiger Zeit schmücken Erntekronen zusammen mit Feld- und Gartenfrüchten den Altarraum zum Dankgottesdienst. Jeder der vier Bögen der Krone habe eine Bedeutung, teilen die Bisperoder Heimatforscher mit: Sorge, Hoffnung, Dank und Freude. Der untere Kranz symbolisiere die Zusammengehörigkeit. Der Heimatbund Bisperode möchte diese Zusammengehörigkeit seit 23 Jahren mit seinem Erntedankfest auf dem Gutshof der Familie Voß vermitteln. Bisperodes Dorfbewohner, Alteingesessene und Neubürger, Erzeuger und Verbraucher geben sich bei diesem Erntefest ein Stelldichein.

Seit einigen Jahren wurde die Erntekrone, ein Symbol des Dankes für ehrenamtliches Engagement im Dorf, auf Vorschlag des Heimatbundes mit Personen der vorher vereinbarten Einrichtung in die Kirche gebracht.

In diesem Jahr begleitete der Heimatbund gemeinsam mit Pastorin Martina Frost den Besuchern des Kindergottesdienstes und zahlreichen Dorfbewohnern die Erntekrone vom Hof Tolkmitt in den Festgottesdienst. Cordula Tolkmitt schmückte die Erntekrone stellvertretend für 52 selbstständige Betriebe und „Einzelkämpfer“. Sie stehen auf der Dankbarkeitsliste des Heimatbundes für ein „Dorf mit Zukunft“.

Waltraud Walter (li.) verkauft die Dorfchronik in der Scheune.

Auf dem Gutshof hatten ehrenamtliche Ausrichter ihre „Felder“ für eine ertragreiche „Ernte“ richtig bestellt: Die Landfrauen fertigten 52 Kränze aus Naturmaterialien, mit Kartoffeln aus eigener Ernte brutzelten Frauen des Vereins historische Landtechnik aus 90 Liter Kartoffelmasse knusprige Puffer und boten sie mit Apfelmus an. 50 Hobby-Bäckerinnen sorgten für eine abwechslungsreiche Kuchentafel. Für den Heimatbund empfahl Verkaufstalent Waltraud Walter 15 Dorfchroniken. Auf die Dankbarkeitsliste von Ralf Semke und den Vorstandsmitgliedern gehörten auch die Mitwirkenden für Spiel und Tanz, die Präsenz der Aussteller, die große Zahl der bereitwilligen Helfer und die vielen, vielen Besucher. Auch ja, und richtig ist auch: Überregionale Prominenz zeigte Heimatgefühl und gab sich die Ehre.

Dank ihrer Hilfe ist das Erntefest in Bisperode ein gelungenes Event der Dorfbewohner mit dem Heimatverein und vielen anderen Vereinen des Ortes.



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