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"Gegen den moralischen Zeigefinger": Viele Fragen, wichtige Antworten bei kirchlicher Themenwoche

Warum scheiden lassen - warum Depressionen?

Ahnsen (sig). Das darf vorausgeschickt werden: Die Veranstaltungswoche der Freien evangelischen Gemeinde Bad Eilsen unter dem Motto "ER ist da!" hat viele Menschen im Gemeindehaus an der Obernkirchener Straße zusammengeführt und durchweg sehr lebensnahe Themen behandelt.

veröffentlicht am 14.05.2007 um 00:00 Uhr

Eberhard Müller

Absolut aktuell war zum Beispiel, dass sich Pastor Eberhard Müller aus Magdeburg mit dem "Streit in der Familie" auseinander setzte. Die zunehmende Zahl von Scheidungen (selbst eine Bischöfin steht vor den Scherben ihrer Ehe) zeigt die Vielzahl und Schwere der gegenseitigen Verletzungen, die zum Scheitern einer Beziehung führen. Müller: "In manchen Schulklassen gehört bereits die Hälfte der Kinder zu den Scheidungswaisen." Dabei sei die Sehnsucht groß, in einer gesunden Familie zu leben. Im Miteinanderredenüber das, was einem am Anderen missfällt, an der Bereitschaft, füreinander Zeit zu haben und Fehler oder Versäumnisse zu vergeben, liege die Chance zum Überwinden der Probleme. Zu großer Egoismus und zu wenig Gemeinsamkeiten seien die häufigsten Gefahrenquellen einer Partnerschaft. An einem Abend "Gegen den moralischen Zeigefinger" behandelte der Theologe die Frage: "Was ist eigentlich Sünde?" Eberhard Müller sieht darin in erster Linie die Trennung und Abkehr von Gott, der die Menschen so annimmt, wie sie sind. Anständig zu leben, religiöse Pflichten und Opfer zu bringen - das sei nicht schlecht, aber dennoch nicht das Evangelium. Wieder Vertrauen zu Gott und zu Jesus zu finden, das sei der richtige Weg aus jeder Lebenskrise. Die Bückeburger Neurologin Dr. Mechthild Bauer sprach über das vermehrte Auftreten von Depressionen und darüber, dass sie jeden Menschen treffen können. Auf jeden Fall sei es in einer solchen Situation erforderlich, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es komme aber auch im eigenen Umfeld sehr darauf an, dass man solche Menschen nicht aufgebe, sondern sich um sie kümmere. Pastor Eberhard Müller zeigte auf, wie Depressionen entstehen können, und dass die Begleitung durch einen Seelsorger - ergänzend zur medizinischen Betreuung - eine wichtige Unterstützung und Hilfe sein könne. Ein Mitarbeiter der Eilser Gefährdetenhilfe schilderte anschließend, wie er durch den christlichen Glauben den Weg aus der Drogenszene fand und sein Leben neu ordnen konnte.



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