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Dietrich von Blomberg wirbt für Bremer Grundschul-Projekt

Warum Religionen nicht trennen, sondern verbinden

Rinteln/Bremen (ur). Eigentlich ist es nur eine Buchempfehlung, die der CDU-Politiker Dietrich von Blomberg aus Exten in einem Schreiben an Hans Georg Dlugosch vom Rintelner Schulamt abgibt - aber im Kontext mit dem von ihm schon angedachten Projekt schließt diese Empfehlung fast eine Art pädagogisch-weltanschaulichen Siebenmeilenstiefel-Schritt in Sachen religiöser Toleranz dar.

veröffentlicht am 22.12.2007 um 00:00 Uhr

Leitfaden für mehr Toleranz im Alltag. Foto: pr.

Das Bremer Autorenpaar Lilo Almstadt und Heinz Meyer hat (mit Unterstützung durch verschiedene Lehrer, Religionswissenschaftler und Privatpersonen) wie auch Dietrich von Blomberg unter dem Titel "So leben und glauben wir in Deutschland" den Versuch unternommen, die Lebenssituation von Familien mit "Migrationshintergrund" zueinander in Beziehung zu setzen ins Verhältnis zu setzen - und dies nicht unter ethnischen Gesichtspunkten, sondern in Bezug auf ihre religiöse Verankerung und ihre weltanschaulichen Wertsysteme. Befragt wurden dazu nicht nur christliche, islamische und jüdische Familien, sondern auch solche, die ihren Lebensrahmen im buddhistischen oderhinduistischen Glauben gefunden haben. Jens Böhrnsen als SPD-Bürgermeister und Ministerpräsident des Landes Bremen hat es sich nicht nehmen lassen, die Publikation durch ein Grußwort einzuleiten - gerade weil es den ambitionierten Versuch darstellt, gerade Kindern aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Herkunftsländern nahe zubringen, wie ganz anders, aber doch auch wieder ähnlich die Menschen versuchen, ihr Leben nach verbindlichen Normen und unter Anerkennung von Glaubenssätzen untereinander, aber auch miteinander in Deutschland zu regeln: Religion wird somit, nicht als das Trennende dargestellt, sondern als eine Gemeinsamkeit in dieser Welt. In Bremen entstand daraus ein Schulprojekt, bei dem die Autoren aus ihren Gesprächen mit den Familien vortrugen und im Dialog mit Schülern vor allem der dritten und vierten Grundschulklassen diese Inhalte auf das konkrete Miteinander der Kinder diskutierten. Auch der NDR und Radio Bremen mit dem "Funkhaus Europa" haben sich mit eigenen Beiträgen in diese Aktion eingebracht, die inzwischen bundesweite Resonanz erfahren hat. An dieser Chance zu mehr Toleranz sollen nach dem Wunsch Dietrich von Blombergs nunmehr auch Rintelner Schüler teilhaben können, wünscht sich der Vater von drei Kindern: Und weist daraufhin, dass das Projekt auch vom niedersächsischen Landespräventionsrat ausdrücklich empfohlen wird. Da die Initiatoren aus Engagement heraus handeln, können diese Projekttage inklusive aller technischen Mittel für die Präsentation zu ungewöhnlich günstigen Konditionen angeboten werden - wobei sogar die "süßen Gewinne" enthalten sind, die von den Kindern bei einem abschließenden Quiz gewonnen werden können - übrigens haben dabei bislang alle Teilnehmer Erfolg gehabt! Info: Wer das in kindgerechter, aber nie alberner Sprache abgefasste Buch zur Aktion jetzt schon erwerben möchte: Es ist im Schünemann-Verlag erschienen und im Buchhandel bestellbar unter ISBN 978-3-7961-1875-3.

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