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Jugendliche machen Abstellkammer zum Clubzimmer / 20 Teilnehmer zwischen 15 Jahren und Mitte 20

Warum beim Turmtreff Teamgeist herrscht ...

Bad Eilsen (tla). TTT steht nicht für Titel, Thesen, Temperamente wie es vielleicht der ein oder andere aus dem Fernsehen her kennt. Nein, das dreifache "T" bedeutet: "Teamer Turm Treff" - und der hat sogar ein eigenes Logo. Jeden Mittwoch, außer in den Ferien, wird geplant, geredet, gesungen oder einfach nur relaxt. Ingmar Everding gehört zu den Gründungsmitgliedern dieses Jugendtreffs Kirchengemeinde Bad Eilsen und ist sehr engagiert.

veröffentlicht am 27.09.2008 um 00:00 Uhr

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Seit seiner Konfirmation vor acht Jahren ist der 22-Jährige für seine Gemeinde aktiv. Während seines Sozialen Jahres setzte er sich bis Ende August vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit ein. Was bislang noch fehlte war ein zentraler Treffpunkt, genauer: ein Raum. "Wir mussten vorher immer viel telefonieren, wenn eine Veranstaltung geplant war. Das geht jetzt viel einfacher", erzählt Ingmar Everding, der eine Ausbildung zum Erzieher absolvierte. In Eigeninitiative renovierten er und die anderen Jugendlichen kurzerhand den Kirchturm, der um Ostern herum fertig geworden ist, und "zuvor nur als Abstellkammer diente", erinnert er sich noch genau. Auch das Treppenhaus gehörte dazu und wurde hergerichtet. Eine Foto-Collage zeigt nun von Stufe zu Stufe die einzelnen Schritte zum "Teamer Turm Treff" - aber "wir sind natürlich immer noch dabei und verbessern ,unseren Kirchturm'". Somit sollen die Wände noch mehr "Dekoration" erhalten, obwohl sie farblich gesehen nicht wirklich kahl oder gar kalt wirken. In zarten rosa und türkis Tönen erstrahlt das "Clubzimmer". Ingmar Everding hat sich mittlerweile an diese vielleicht auffällige Farbvariationen gewöhnt. Trotzdem sollen noch Poster der jeweiligen Aktivitäten wie etwa vom "Kindermusical Exodus" oder "Brunch for Kids" dem Kirchturm den nötigen Pep verpassen. Weiterhin sind eine eigene Liedermappe sowie eine Geburtstagsliste in der Planung. Die "Teamer" haben immer viel zu tun. Dabei ist ihnen das Zusammengehörigkeitsgefühl enorm wichtig. Darin liegt auch der Ursprung der Namensgebung. "Teamer soll für eine Gruppe stehen, die Spaß hat an gemeinschaftlichen Treffen", erläutert der 22-Jährige. Imke und Ole können diese Ansicht nur bestätigen. "Es ist immer lustig und nie langweilig bei uns", sagt die 15-jährige Imke begeistert, die ansonsten noch den Kinderkreis mit Ronja, der Schwester von Ingmar Everding, leitet. Ole ist durch Klassenkameraden zum Jugendtreff gekommen. Ihm gefallen besonders die verschiedenen Events: "Das Musical hat mir sehr viel Spaß gemacht." Dahinter verbirgt sich jedoch eine Menge Arbeit. Insgesamt haben an die 50 Personen beim Kindermusical Exodus mitgewirkt. "Wir haben dabei das Bühnenbild ebenfalls selber gestaltet. So ein Musikstück ist schon sehr aufwendig", erzählt Ingmar Everding, der unter anderem für die schauspielerische Darstellung mit zuständig war. Aber, und das liegt ihm besonders am Herzen: "Wir wurden von Pastor Lutz Gräber sehr unterstützt. Er hat den kompletten musikalischen Teil übernommen." Am 7. September ging "Exodus" im Bad Eilser Kurtheater in eine weitere und vom Publikum erneut mit viel Applaus bedachte Runde. "Auch da waren die Teamer gefordert", erinnert der Erzieher, der seit Anfang September die Hortgruppe im zweiten ev. Kindergarten leitet. Aber auch danach kehrte keine "Ruhe" bei den 20 Jugendlichen zwischen 15 und 23 Jahren ein. Der "Teamer-Mittwoch" wird weiterhin ab 18 Uhr für organisatorische Tätigkeiten oder zum Klönen genutzt. Schließlich rückt Weihnachten langsam näher - aber "mit den Vorbereitungen für das Krippenspiel beginnen wir im Herbst." Wer mag, kann bei den Teamern jederzeit gerne vorbeischauen.

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