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180 Mitarbeiter im Ausstand / Arbeitsniederlegungen auch in Obernkirchen und Bückeburg

Warnstreik bei Lühr legt Produktion lahm

Stadthagen/Obernkirchen/Bückeburg (cst). Mit gellendem Pfeifen, einem großen Transparent und roten Gewerkschaftsfahnen hat gestern um 12.30 Uhr ein Warnstreik der IG Metall vor den Toren der Firma Lühr-Filter an der Enzer Straße in Stadthagen begonnen.

veröffentlicht am 04.05.2007 um 00:00 Uhr

Warnstreik bei Lühr: Mit einem Transparent verleihen die Streike

Von den 250 Beschäftigten bei Lühr in Stadthagen beteiligten sich 180 bis 200 an dem Ausstand, sagte Horst Fischer, Vorsitzender des Betriebsrats bei dem Filterhersteller. Davon fanden sich ungefähr 100 vor dem Firmentor ein. Die letzte Stunde der Frühschicht und die komplette Spätschicht wurden bestreikt. Das erklärte Thorsten Gröger, Stadthäger IG Metall-Sekretär. Damit sei die Produktion seit Beginn des Streiks für den restlichen Donnerstag lahmgelegt worden. Zur gleichen Zeit, so der Gewerkschafter, seien die Mitarbeiter der Firma Bornemann pumps in Obernkirchen in den Ausstand gegangen. Bereits am Donnerstagvormittag sei bei den Fränkischen Rohrwerken in Bückeburg zum Warnstreik aufgerufen worden, dem 60 Mitarbeiter gefolgt seien. Die IG Metall fordert, erklärte Gröger, 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Danach solle es erneut Gespräche geben. "Es ist eine Situation, in der wir auch mal dran sind", sagte Gröger. Die Auftragsbücher seien voll, und die Gewinne sprudelten. Die Auslastung in der Branche sei so hoch wie in der gesamten Nachkriegsgeschichte nicht. Wenn bei den Tarifverhandlungen am heutigen Freitag kein Ergebnis erzielt werde, sei mit weiteren Aktionen zu rechnen, kündigte der Gewerkschafter an.



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