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Vor allem an Sachen für Männer mangelt es / DRK-Finanzen durch Zukäufe belastet

Warme Kleidung für Flüchtlinge fehlt

Landkreis. Obwohl vor allem seit September die Spendebereitschaft der Schaumburger stark angestiegen ist, besteht in den Kleiderkammern großer Bedarf. Vor allem bei Männerkleidung gibt es einen erheblichen Engpass, wie DRK-Chef Bernd Koller auf Anfrage betont.

veröffentlicht am 26.01.2016 um 00:00 Uhr

Die Zahl der Bedürftigen ist seit dem vergangenen Jahr vor allem durch den Zustrom von Flüchtlingen stark angestiegen, hat Koller festgestellt. „Dabei ist uns aber wichtig, dass alle weniger gut situierten Bürger für wenig Geld gute und jahreszeitgemäße Kleidung zu allen Anlässen, auch Brautkleider für Hochzeiten, bekommen können – und zwar ganz egal, ob es ich um lange hier wohnende Bürger oder Flüchtlinge handelt“, betont der DRK-Chef.

Vor allem die Notaufnahmelager in Bückeburg und Rinteln stellt das DRK laut Koller vor eine große Herausforderung. „Diese Flüchtlinge hatten bei ihrem Eintreffen in Schaumburg nur das nötigste an Kleidung bei sich und mussten für den Winter voll ausgestattet werden.“

Während es an Kleidung für Frauen und Kinder kaum mangele, sei der Bedarf an Kleidung für junge Männer groß. Die DRK-Ausgabestelle in der Flüchtlingsunterkunft in Rinteln werde bei neu ankommenden Flüchtlingen regelrecht „überrannt“, schildert Koller.

„Nur durch Ehrenamtliche war und ist diese Situation nicht zu meistern. Wir mussten dafür zusätzliches, bezahltes Personal beschäftigen, was in unserem Jahreshaushalt überhaupt nicht vorgesehen war.“ Auch musste das DRK zusätzliche Kleidung für junge Männer zukaufen. Kostenpunkt laut Koller: rund 10 000 Euro. Die Ehrenamtlichen der 24 DRK-Ortsvereine im Landkreis organisieren zweimal im Jahr eine Altkleidersammlung. Zudem gibt es die Möglichkeit, in den Altkleidercontainern oder durch die Abgabe beim Kreisverband sowie in den DRK-Kleidershops in Bückeburg, Bad Nenndorf, Obernkirchen, Rinteln und Stadthagen ausrangierte Kleidung einem sinnvollen Zweck zuzuführen. Auch die Abholung durch Mitarbeiter bei Haushaltsauflösungen ist ein Weg, wie das DRK an Kleidung für Bedürftige kommt.

Vor allem Handschuhe, Schals und Mützen in allen Größen, Schuhe (Größen 41-43), Hosen, Pullover, T-Shirts und Jacken (maximal Größe L) für Männer sowie Winterjacken, Pullover und T-Shirts für Frauen werden in den Kleiderkammern des DRK benötigt. „Ansonsten nehmen wir natürlich gute gebrauchte und saubere Kleidung in allen Größen, insbesondere auch für Kinder jeden Alters an“, betont DRK-Koordinatorin Michaela Hinse.ber



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