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Eingang zum Seminarbereich neu konzipiert / Haus Kassel wird saniert / Gesamtkosten: 917 500 Euro

Wandelhallen-Komplex: Bauabschnitt II beginnt

Bad Nenndorf (fox). Nach der Fertigstellung der für rund zwei Millionen Euro sanierten Wandelhalle an der Nenndorfer Kurpromenade im Oktober 2006 sind ab Mitte dieses Monats die angeschlossenen Gebäude an der Reihe. Rund 917 500 Euro investiert die Stadt im zweiten Bauabschnitt in einen neuen Eingang zum Tagungsbereich mit Verbindungstrakt sowie in Sanierungsarbeiten am Haus Kassel und am Kurtheater.

veröffentlicht am 10.05.2007 um 00:00 Uhr

So soll der Wandelhallen-Komplex vom Kurpark aus gesehen umgebau

Für insgesamt 573 000 Euro wird ab Mitte Mai zwischen Wandelhalle und Haus Kassel ein Verbindungstrakt gebaut, der dem Gebäudekomplex nach Worten des hannoverschen Architekten Axel Venneberg einen eigenen Charakter mit "Seele" verleihen soll. "Mit sehr schmalen Konstruktionsprofilen können wir die Glasfläche noch weiter vergrößern", erklärte Venneberg. "Es wird funkeln und im Licht erstrahlen." Nach der geplanten Fertigstellung Ende Oktober werde vom derzeitigen "Kellerambiente" nichts mehrübrig sein, verspricht Venneberg. Die derzeitige Front des Verbindungsbaus wird beim Umbau rund drei Meter nach vorn versetzt. Vor dem Eingang sollen Sitzmöglichkeiten entstehen. Im Innern werde die Treppe zu den Tagungsräumen abgerissen und eine neue, filigraner wirkende Variante aus Stahl eingesetzt. Im Haus Kassel wird noch in diesem Monat mit umfangreichen Sanierungs- und Baumaßnahmen begonnen. Unter anderem wird an der Rückseite für rund 60 000 Euro (diese Kosten sind im Bauabschnitt Verbindungstrakt enthalten) ein Aufzug errichtet, der den Komplex behindertengerecht macht. Außerdem werden für 196 000 Euro Arbeiten im Bereich des Feuerschutzes vollzogen und Wohnungen saniert (wir berichteten). Für 123 500 Euro werden die Außenanlagen am Haus Kassel und an der Wandelhalle saniert. Außerdem sollen laut Venneberg sämtliche hölzernen Fenster und Dachgesimse am Haus Kassel aufgearbeitet werden. "Man darf nicht sehenden Auges solche kulturhistorischen Gebäude verkommen lassen", mahnte der Architekt. Die außer dem neuen Eingangsbereich wohl auffälligste Veränderung entsteht im Haus Kassel. Dort wird in wenigen Tagen für rund 25 000 Euro ein Trinkbrunnen installiert, dessen Umfeld in seiner Komposition einmalig sein dürfte. In Zusammenarbeit mit dem Nenndorfer Professor, Maler und Bildhauer Norbert (Rob) Schittek wird vom Eingang des Hauses aus gesehen rechts ein rund 15 Quadratmeter großer Raum eingerichtet, in dem das Wasser der Bad Nenndorfer Heilquelle auf Wunsch aus der Wand sprudelt. Eine lichtdurchflutete Glasbruchstein-Installation vor schwarzem Schiefer-Hintergrund schafft Kontraste und verinnerlicht gleichzeitig eine Botschaft. "Die blau-türkise Färbung des Glases steht in der Farblehre für Frische, das Glas selber steht für die Reinheit des Wassers", erklärte Schittek. Bei der Installation der Bruchglaswand bedienen sich die Konstrukteure einer Idee aus dem Straßen- und Wegebau. Das Glas soll in einer so genannten Gabione (Drahtkorb) aufgeschichtet werden und so Halt bekommen. Die gesamte Konstruktion wiegt 2,5 Tonnen, wie Venneberg erklärte. Die Holzbohlendecke des Raumes nach unten müsse deshalb einer Stahlbetonkonstruktion nach unten weichen. AnfangAugust wird der Raum eröffnet.

KurT-Chefin Silke Busche, Bildhauer Norbert Schittek, Architekt
  • KurT-Chefin Silke Busche, Bildhauer Norbert Schittek, Architekt Axel Venneberg, Stadtdirektor Bernd Reese und Bürgermeisterin Gudrun Olk halten Bruchglasstücke. Diese sollen als Wand aufgeschichtet im neuen Trinkbrunnenraum für Frische sorgen. Foto: fox


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