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Nach Kyrill: Fremdenverkehrsverein Rodenberg besichtigt Bürgerpark

Wandel im Wald dauert noch Jahre

Rodenberg (nah). Die Spuren von "Kyrill" und "Emma" werden noch für Jahre das Bild des Rodenberger Bürgerparks prägen. Diese Ansicht vertritt Andreas Ludewig, Förster bei der Landwirtschaftskammer Hannover und Betreuer der Waldflächen des Rodenberger Fremdenverkehrsvereins (FVV). Jetzt schilderte der Experte den Teilnehmern einer Begehung die noch notwendigen Maßnahmen.

veröffentlicht am 12.09.2008 um 00:00 Uhr

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Zu dem jährlichen Spaziergang durch das vereinseigene Areal waren vorwiegend ältere Mitglieder aufgebrochen. Ihnen schilderte Vorsitzender Friedrich Hardekopf unterwegs den hohen Aufwand, der nach den beiden schweren Stürmen der Jahre 2007 und 2008 zu erledigen war. Erst hatte ein Orkan bis zu 50 Nadelbäume entwurzelt oder zerbersten lassen. Ein weiteres Unwetter vor einigen Monaten legte 35 Fichten und Lärchen um: "Die Arbeit ging wieder von vorn los", stöhnte Hardekopf angesichts erneut unzugänglicher Wege. Es dauerte lange, bis Spaziergänger die vorhandenen Routen wieder benutzen konnten. Damit es nicht zu weiteren Schäden kommt, will der FVV Ludewigs Vorschlägen folgen und alle noch vorhandenen Fichten im unteren Bürgerparksowie einige weitere Bäume im höheren Hanggelände fällen: "Der Verkehrssicherungspflicht kommt eine besondere Bedeutung zu", trübte der Vorsitzende etwas die gelöste Stimmung bei derspäteren gemeinsamen Kaffeetafel. Der Bürgerpark werde, wie Förster Ludewig versicherte, sein Bild völlig verändern. Das erfordere jedoch viel Zeit: Bis ein standortgerechter Laub- oder Mischwald gewachsen sei, würden noch "Jahrzehnte" vergehen. Der Verein aber könne der Gefahr von Stürmen gelassener entgegen sehen. Hardekopf dankte den Helfern, die vor einigen Wochen bei einem Arbeitseinsatz den Bürgerpark "aufgeräumt" hatten. Vor allem seien "riesige Berge von Tannenzweige zu schreddern" gewesen. Da habe auch der ehemalige Bürgerparkpfleger, Helmut Wehrhahn aus Bad Nenndorf, tatkräftig mit angepackt. Auch der Vorsitzende selbst leistete Fleißarbeit, nachdem ein zu Unrecht zunächst umgepflügter Weg von einem Landwirt wieder hergerichtet worden sei: Er habe die letzten Spuren des auf der Parzelle gesäten Raps beseitigt. Nun könne der Weg wieder benutzt werden: "Die Spaziergänger sollen deshalb auch keinen zweiten Trampelpfad anlegen", verlangte Hardekopf.

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