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Behrenser Schützen suchen nach 41 Jahren Nachfolger / Beitragserhöhung und Senkung der Stromkosten beschlossen

Walter Kast bleibt weitere zwei Jahre Vorsitzender

Behrensen (gök). Steffi Fuhrmann hatte letztes Jahr noch signalisiert, dass sie das Amt von Walter Kast übernehmen könnte. Nachdem ihr der Vorsitzende des Schützenvereins Behrensen, der seit 41 Jahren im Wechsel immer 1. oder 2. Vorsitzender des Vereins ist, jedoch gezeigt hatte, was alles in diesem Amt zu tun ist, traute sie sich das nicht mehr zu.

veröffentlicht am 23.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

Daher war Kast in der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus Behrensen einverstanden, das Amt für weitere zwei Jahre bis zur nächsten Vorstandswahl 2014 wahrzunehmen. „Eigentlich wollte ich das Amt ja schon abgeben, aber es hat sich bisher kein Nachfolger gefunden“, so Kast. „Der demografische Wandel hat uns schon voll erwischt. Wir haben kaum noch junge Mitglieder, die wir in Ämter einarbeiten können“, bedauert Kast. Doch der demografische Wandel verschafft dem Verein nicht nur Probleme bei der Ämterbesetzung. So reichen derzeit die Mitgliedsbeiträge aufgrund der geringen Mitgliederzahl von mittlerweile unter 60 kaum noch aus, die laufenden Kosten für den Verein zu decken. Daher verabschiedete der Verein auf der Versammlung auch eine Beitragserhöhung von 36 auf 41 Euro im Jahr mit nur geringen Gegenstimmen. Lediglich einige Sportschützen argumentierten gegen die Beitragserhöhungen, da der Verein auch keine Startgelder übernimmt. „Der Beitrag bei der Schützen-Gilde in Hameln etwa ist zwar teurer, aber dafür übernehmen die die teuren Startgelder bei Kreis-, Landes- und Deutschen Meisterschaften, was erfolgreiche Schützen viel Geld kosten kann“, so der Sportschütze. Der Antrag wurde schließlich mit 17 zu einer Gegenstimme angenommen. Um noch mehr Kosten gerade wegen der Stromheizung zu sparen, entschied man sich schließlich mit zehn zu zwei Gegenstimmen bei sechs Enthaltungen dafür, den Schießbetrieb am Mittwoch von Ende November bis Ende Februar einzustellen. „Der Raum wird auch mit Vorheizen nicht richtig warm, und die Schützen frieren trotz Heizung“, erklärte Friedel Paulmann seinen Antrag zur Kosteneinsparung. Um noch weitere Kosten einzusparen, wird zudem das Festnetztelefon vom Schützenhaus abgemeldet und ein Prepaidhandy vorgehalten.

Sportlich betrachtet war es für den Schützenverein Behrensen ein sehr gutes Jahr. Alleine im Unterkreis gewann der Verein 14 von 26 Pokalen und untermauerte so seine gute schießsportliche Stellung in der Region. Auch den Ith-Pokal gewann Behrensen erneut vor dem KKSV Wallensen und dem SV Hemmendorf. Traurig war der Verein dagegen über die Resonanz der Bürger bei den Schützenveranstaltungen. So waren beim Ortspokalschießen und beim Bürgerkönigsschießen nur wenige Bürger anwesend, wodurch in der Jahreshauptversammlung im Schützenhaus dann auch über die Sinnhaftigkeit solcher Termine diskutiert wurde. Der Vorstand wird das Thema in einer seiner nächsten Sitzungen erneut aufgreifen.

„Wir sind auch ein Teil der Dorfgemeinschaft und wollen uns einbringen, aber von dort muss auch etwas kommen“, appellierte Kast an die Behrenser Bürger. Beim Königsschießen der Jugend etwa hat nur ein Teilnehmer teilgenommen. „Nicht nur die Behrenser Jugendfeuerwehr hat Nachwuchsprobleme, auch um uns ist es nicht gut bestellt“, fürchtet Kast.



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