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Heimatverein Bessingen feierte an der Grillhütte

Walpurgisnacht am Berge

BESSINGEN. Die Namensgeberin der Walpurgisnacht ist die heilige Walburga, eine angelsächsische Äbtissin, die an einem 1. Mai heiliggesprochen wurde.

veröffentlicht am 07.05.2019 um 11:34 Uhr

Viele verbinden den Vorabend des 1. Mai mit Hexentanz und Zauberei, was nicht zuletzt mit Goethes Faust zu tun haben dürfte. Die Vorstellung, dass sich an diesem Abend die Hexen zum gemeinsamen Tanz rund um ein Feuer auf Besen reitend und durch die Lüfte schwingend auf dem Blocksberg (eigentlich ist der Brocken im Harz gemeint) treffen, beflügelt noch heute die Fantasien vieler Menschen.

Wenn sich nun in Bessingen, wie am 30. April geschehen, fast das halbe Dorf auf den Weg macht, um am Hausberg – auf dem Grillplatz – die traditionelle Walpurgisnacht zu feiern, sucht man dort Hexen allerdings vergebens.

Diese haben sich lediglich in den heiß begehrten Hexenburgern verewigt, die seit Urzeiten in Bessingen mit leckeren Brötchen und einer nach „Geheimrezept“ gefertigten Soße dargeboten werden. Nach knapp zwei Stunden waren alle Burger verzehrt, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Hatte der gastgebende Heimatverein doch noch weitere Leckereien, von der Brat- und Currywurst über Pommes und Folienkartoffeln mit Dip im Angebot.

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Die Bürgerhius Sängers stimmten auf den Mai ein. FOTO: martin Rasch/PR

Verdursten musste auch niemand, so gab es, wie in Bessingen üblich, eine reichhaltige Getränkeauswahl, die von den fleißigen Thekenhelfern emsig unter das Volk gebracht wurde.

Die Kinder wurden magnetisch vom Lagerfeuer angezogen, über dem sie leckeres Stockbrot backen konnten.

Die Bürgerhius Sängers stimmten die Anwesenden auf den Mai ein, was manchen Nachwuchssänger zum inbrünstigen Mitsingen animierte. Waren die Vortage eher verregnet und nasskalt, hatte sich pünktlich zum Fest die Sonne blicken lassen. Sie sorgte für angenehme Wärme und später für einen wunderschönen Sonnenuntergang. Als die Temperaturen merklich fielen, versammelten sich die Feiernden rund um das Lagerfeuer und blieben bis kurz vor Mitternacht. So kann nun doch keiner hundertprozentig sagen, ob nicht doch noch die eine oder andere Hexe auf ihrem Besen vorbeigeflogen kam und auf dem Berg ein Tänzchen aufgeführt hat. Wie dem auch sei – die Bessinger sind sich einig, nächstes Jahr feiern sie wieder.



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