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Gute Perspektiven für den Osterwalder Waldbadverein / Hohe Besucherzahlen und viel Eigenleistung

Waldbadfest mit Kultstatus wieder am 26. Juli

Osterwald. Kurz und nüchtern kommen die ersten Sätze des Vorsitzenden Walter Kramer beim Bilanzieren der Vereinsarbeit vom vergangenen Jahr. „Wir hatten ein positives Jahr. Das Wetter war ok. Super Besucherzahlen. Gute Einnahmen“. Und dazu habe es noch ein sensationelles Waldbadfest gegeben mit mehr als 1400 Besuchern. Eine Veranstaltung, der man Kultstatus zutraut, das Highlight eines jeden Osterwalder Sommers. Daran werde auch das Wetter nicht viel ändern, wenn es mal nicht so sommerlich strahlt, glaubt Kramer.

veröffentlicht am 11.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:21 Uhr

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2013 war seine 15. Saison als Vorsitzender des Vereins. „Wir standen damals vor der Alternative – entweder dichtmachen oder selbst aktiv werden.“ Seit- dem betreibt sein Verein mit zurzeit knapp 300 Mitgliedern das Waldbad.

Die Regelung der Badeaufsicht habe sich etwas schwierig gestaltet, berichtet Wolfgang Döbler, weil wegen der Wettersituation der Einsatz nicht perfekt geplant werden konnte. An Tagen, an denen besonders viel los war, mussten zusätzliche Kräfte mobilisiert werden. 32 ausgebildete Aufsichten und sechs Jugendretter haben 688 Aufsichtsstunden absolviert. Dennoch: „Wir müssen noch Leute finden – lasst Euch ausbilden“, appelliert Döbler. Aber auch: „Wir wollen nicht anfangen mit ‚Geld bezahlen‘, dann geraten wir in einen Bereich, der nicht überschaubar ist.“

Insgesamt 13 400 Besucher wurden gezählt, 3000 mehr als im Jahr 2012. Während der heißen Juliwochen kamen allein 9000. Eine Umfrage hat ergeben, dass 60 Prozent der Besucher nicht aus Osterwald sind, sondern von außerhalb kommen. Über das Ergebnis von Umfragen zur Besucherzufriedenheit will der Vorstand in Kürze berichten.

Freiwilligkeit ist auch Trumpf, wenn es um die Erhaltung der Anlage geht. Dokumentiert sind 580 Arbeitsstunden, die 46 Helfer erbracht haben. Dabei sei nach Angaben des technischen Leiters, Carsten Schmarsel, längst nicht alles erfasst. Mindestens 400 Stunden könne man getrost noch hinzurechnen. Dabei ist viel geleistet worden. 25 Kartuschen Kleber für Dehnungsfugen wurden beispielsweise verarbeitet. „Das machen wir natürlich selbst.“ Der Beckenkopf ist instand gesetzt worden, die Sprunggrube hat neue Fliesen erhalten, die Ursache für Wasserverlust im Kinderbecken wurde lokalisiert und wird nun repariert. Trotz dieser Investitionen schließt das Jahr 2013 mit einem Überschuss ab.

Der Vorstand wurde wiedergewählt. Auf seiner Agenda stehen für 2014 weitere Investitionen, eine Photovoltaikanlage, die die enormen Stromkosten minimieren soll, sie werde sich in drei bis vier Jahren amortisieren, hieß es. Die Küche erhält eine neue Elektroausstattung und der Bereich zwischen Planschlandschaft und Sprungturm soll zusätzlich überdacht werden. Wichtiger aber sind dem Vorsitzenden die grundsätzlichen Fragen. Ein langfristiger Vertrag wurde mit der Gemeinde geschlossen, der Planungssicherheit schafft. Zudem wurden Beratungen mit allen Bädern des Fleckens aufgenommen, an deren Ende ein neues fleckenweites Bäderkonzept stehen soll. So kann Kramer also feststellen: „Die Perspektiven sind gut – wir können froh sein, dass alles so gelaufen ist.“

Während noch am Wassereinlauf des Kinderbeckens an der Umzäunung, den Außenanlagen und an der Pflasterung vor dem Sprungbecken kräftig gearbeitet wird, zweifelt niemand: Das Bad wird zur neuen Badesaison am 16. Mai im Bestzustand eröffnet werden. Der Sommerhit, das Waldbadfest, steht am 26. Juli auf dem Programm.haf



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