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Wahlwette wird jetzt eingelöst

Obernkirchen (rnk). Zugegeben, es gibt Wetten, die werden schneller eingelöst. Aber was lange währt, das wird bekanntlich auch gut. Gestern haben Christiane Riewerts und Frank Westermann als Redakteure unserer Zeitung der Stadt Obernkirchen 16 Gießkannen für den Friedhof übergeben.

veröffentlicht am 10.04.2008 um 00:00 Uhr

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U nd das kam so. Eine Besucherin der Podiumsdiskussion, zu der unsere Zeitung im Rahmen der Wahl des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters im September 2006 (!) in die "Rote Schule" geladen hatte, beschwerte sich an diesem Abend über die mangelnden Gießkannen auf dem Friedhof. Eine Stunde später, die Redaktion bereitete gerade die Diskussion auf, kam es zu einer Wette. Und zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz: Die Verlierer hätten Gießkannen zu spenden. Die Wette selbst haben alle Beteiligten, wie eine spontane Umfrage innerhalb der Redaktion ergab, längst vergessen, den Einsatz nicht. Zumal Bürgermeister Oliver Schäfer, als er irgendwann von der Geschichte erfuhr, sich sofort bereit erklärte, aus der privaten Schatulle noch einmal 16 Gießkannen zu spenden. Gestern wurden sie an Volker Rethmeier als städtischen Mitarbeiter auf dem Friedhof übergeben. Dort werden sie durchaus gebraucht, versicherte Rethmeier. Und klärte auf: 3000 Gräber auf dem Friedhof müssen gepflegt werden, dafür gab es bislang 23 Gießkannen aus Zinn, die, erstens, für ältere Bürger viel zu schwer und, zweitens, oft auch noch ein Loch aufweisen, weil sie rosten. Nicht nur zu den drei Pflanz-Stoßzeiten zu Ostern, den Eisheiligen und dem Totensonntag seien Gießkannen daher Mangelware, erklärte Rethmeier. Was Schäfer durchaus bestätigen konnte: Viele Besucher würden sich eine eigene Gießkanne mitbringen. Zudem besteht berechtige Hoffnung, dass die niegelnagelneuen Gießgefäße auch über einen längeren Zeitraum auf dem Friedhof bleiben werden: Die Stadt hat sie nicht nur in einer auffälligen Graufarbe angekauft, sondern wird die Kannen auch noch mit einem städtischen Stempel kennzeichnen. Damit würden sie in jedem privaten Garten sofort auffallen.



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