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Kolpingwerk, Diözesanverband Hildesheim: "Familie stärken - Zukunft gewinnen" / Jena als positives Beispiel

Wahlfreiheit für Eltern bei Kinderbetreuung gefordert

Landkreis (mw). Der Diözesanverband Hildesheim hat unlängst in Burgdorf seine Jahresversammlung abgehalten. An dieser Tagung haben unter anderem auch die Kolpingsfamilien Stadthagen, Obernkirchen und Rinteln teilgenommen. "Familie stärken - Zukunft gewinnen" ist das Kernthema gewesen.

veröffentlicht am 24.04.2007 um 00:00 Uhr

Mit großer Mehrheit sei anlässlich der Versammlung ein Antrag des Diözesanvorstandes von den Teilnehmern angenommen worden, in dem die Familie als "unverzichtbarer Leistungsträger unserer Gesellschaft" bezeichnet wird, berichtet Rudolf Thiel, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Hameln. Dem von der Versammlung beschlossenen Antrag nach seien die ersten drei Lebensjahre besonders wichtig in der Beziehung eines Kindes zu den Eltern, so Thiel. Daher müssten sich die Eltern für häusliche Erziehungsarbeit frei entscheiden können, ohne unzumutbare finanzielle Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Allerdings dürfe die Erwerbstätigkeit beider Eltern nicht das alleinige Ziel von staatlicher Familienförderung sein. Nach Auskunft von Thiel fordert das Kolpingwerk, Diözesanverband Hildesheim, von der Politik eine echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung. Diese Wahlfreiheit dürfe nicht abhängig sein von der Höhe des Einkommens der Eltern oder deren sozialem Status. Die Debatte dürfe sich daher nicht allein auf die Zahl von Kinderkrippenplätzen beschränken. Als Beispiel für eine lobenswerte Familienpolitik wurde laut Thiel die Stadt Jena herangezogen. Die ostdeutsche Stadt weise die höchste Geburtenrate im Bundesland Thüringen auf. Für jedes Kind gebe es einen Kindergartenplatz. Die Betreuung in den 55 Kinderbetreuungsstätten richte sich nach den Arbeitszeiten der Eltern, die wiederum von den Arbeitgebern möglichst flexibel gestaltet würden.



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