weather-image
22°
Faltblatt der WGN verspricht: Draußen Schwimmen im Sommer und Schlittschuhlaufen im Winter / Geld für Förderverein

Wählergemeinschaft fordert: Naturbad - jetzt oder nie

Bad Nenndorf (tes). Die Wählergmeinschaft Nenndorf (WGN) will in Sachen Naturbad Nägel mit Köpfen machen. Per Faltblatt fordert sie die Bürger in den nächsten Wochen dazu auf, sich in einer Interessengemeinschaft an der Umsetzung zu beteiligen. 2007 sei das entscheidende Jahr, hat WGN-Vorsitzende Heike Beiersdorfer zum gemeinsamen Handeln aufgerufen: "Naturbad- jetzt oder nie" .

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

"Wir haben unabhängige Leute gefunden, die unvoreingenommen eine Abstimmung erreichen können", berichtete Beiersdorfer in der WGN-Jahresversammlung. Wichtig sei, dass das Thema nicht politisch belastet wird: "Es soll ein Projekt von Nenndorfer Bürgern für Nenndorfer Bürger sein", kündigte die Vorsitzende an. "Wir müssen den Bürgern Freizeitwert garantieren", verwies diese darüber hinaus auf den touristischen Nutzen eines Naturbades für die Stadt. Die Freibad-Initiative der CDU bezeichnete Beiersdorfer hingegen als "Weglügen des schlechten Gewissens". Eine Ermäßigung des Eintrittsgeldes in bestehenden Bädern bringe keine Lösung. "Die Stadt braucht Vermarktungsobjekte. Das geht nicht mit einem normalen Freibad", ist Beiersdorfer überzeugt. Zudem sei ein Naturbad unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoller. Dank moderner ökotechnischer Anlagen enstehe eine Wasserqualität, die selbst bei Neurodermitis unbeschwertes Schwimmen ermögliche. Als weitere Pluspunkte nennt das Faltblatt die geringen Betriebskosten und erheblich günstigere Investition. Zudem sei das Naturbad ganzjährig nutzbar: im Winter zum Schlittschuhlaufen oder einer möglichen Biosauna. Der erste Schritt ist laut Beiersdorfer bereits geschafft: 100 000 Euro für die Gründung eines Fördervereins für ein Freibad seien auf Antrag der WGN bereits in den Haushalt aufgenommen worden. Jetzt soll die Resonanz in der Bevölkerung ermittelt werden. Ein Faltblatt ist in Rohfassung erstellt worden und wird in den nächsten drei Wochen rausgehen an die Nenndorfer Bürger. Das Projekt braucht viele Förderer. Die kommunalen Kassen sind leer. Um das Ziel "Naturbad Nenndorf" zu erreichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten sich an der "Initiative für mehr Lebensqualität in Bad Nenndorf", dem Förderverein Naturbad Nenndorf i.G., zu beteiligen: als Mitglied (Mindestbeitrag ein Euro monatlich),mit einer einmaligen Spende oder durch persönliches Engagement. Zudem kann mit dem Schriftstück eine Einladung zur geplanten Gründungsfeier angefordert werden. "Sobald die Rückläufe da sind, geht es schnell mit der Gründung", sagte Beiersdorfer. So viel könne die Vorsitzende bereits sagen: "Seitens der Eltern besteht großes Interesse." Wie groß der Bedarf nach einem Freibad bei den Kindern ist, hatten diese bereits in der Weltkindertagsaktion "Wünsche an den Bürgermeister" bekundet. Jetzt kommt es auf die Bürger an. "Dieses Jahr wird entscheidend sein, ob je ein Freibad in unserer Stadt gebaut wird", heißt es in dem Papier. Die dort ebenfalls genannten vorläufigen Zahlen sprechen für ein Naturbad: Ein konventionelles Freibad würde laut Kostenschätzung aus dem Jahr 2001 über zwei Millionen EuroBaukosten und einen jährlichen Zuschussbedarf von 115 500 Euro beanspruchen. Der Bau eines Naturbades sei demnach schon für 873 000 Euro zu haben, bei einem jährlichen Deckungsbedarf von 63 700 Euro. Im Faltblatt bezeichnet es die Wählergemeinschaft als "Fakt, dass wir uns ein Naturbad leisten können und wollen."



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare