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Vereinsboss appelliert an Politiker und Verwaltung: Sportlehrer ist für kleine Vereine überlebenswichtig

VTSV zieht Bilanz

Hämelschenburg. Die im vergangenen Jahr einstimmig beschlossene Beitragsanpassung beim VTSV Hämelschenburg hat sich als richtiger Schritt erwiesen. „Wir können in absehbarer Zeit wieder Investitionen im und am Vereinsheim vornehmen“, erklärte der Vorsitzende Heinz Brockmann jetzt bei der Jahresversammlung des Sportvereins in Hämelschenburg. Die Bilanz des Vereinschefs beleuchtete aber auch Bereiche, in denen der Vorstand Handlungsbedarf sieht.

veröffentlicht am 03.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

Ein Aspekt ist dabei der Altersdurchschnitt der Vereinsmitglieder. „Wir nähern uns der Frühpensionierungsgrenze“, machte Brockmann deutlich. Die größte Lücke in der Altersstruktur klaffe im Bereich der 20- bis 40-Jährigen. Mehr als die Hälfte der 330 Vereinsmitglieder ist älter als 50 Jahre. Eine Chance, die der Vorsitzende sieht: Gerade jüngere Menschen seien wieder verstärkt auf der Suche nach Kontakten, wünschten sich das Zusammensein mit Gleichgesinnten. Hier müssten die Sportvereine ansetzen und sich wieder als Kontaktbörse etablieren – wenn dies nicht in allen Sparten möglich sei, dann in der Kooperation mit anderen Vereinen oder Institutionen. Für den VTSV sei es wichtig, auf sein Angebot aufmerksam zu machen, daher soll ein Flyer mit der Vorstellung verschiedener Angebote breit verteilt werden.

Die Rolle der Sportvereine im Bereich Jugendarbeit sieht Brockmann nicht ausreichend gewürdigt. Er informierte die Mitglieder darüber, dass mit dem absehbaren Ausscheiden des von der Gemeinde Emmmerthal derzeit noch geförderten Sportlehrers eine große Lücke entstehen werde. „Kleinere Vereine, und dazu zählt auch der VTSV, werden nicht in der Lage sein, einen Sportlehrer in der bisherigen Form zu finanzieren. Das Sterben der Vereine ist damit vorprogrammiert. Das darf nicht passieren“, appellierte Brockmann an die Mitglieder, Einfluss auf Politik und Verwaltung zu nehmen.

Stellvertretend für die anderen Abteilungen berichteten Sandra Kompa (Schwimmen) und Gudrun Klemme (Gymnastik) über Aktivitäten des vergangenen Jahres. Großen Raum nahm die Verleihung der Sportabzeichen ein. Unter der Regie von Adelheid Tegtmeier hatte sich das Prüferteam mit Ann-Kathrin Ohm, Sandra Kompa, Egbert Dahlbock und Sebastian Ohm um die Mitglieder bemüht, die das Sportabzeichen ablegen wollten. 45 Sportabzeichen wurden den Aktiven ausgehändigt.

Insgesamt 23 langjährige Mitglieder wurden geehrt, darunter Heinrich Bleibaum, der dem Verein seit 75 Jahren die Treue hält. Adelheid Tegtmeier und Karl Lönneker nahmen die Ehrung für 60-jährige Mitgliedschaft entgegen, Friedel Bremer, Marita Hättasch, Monika König die Ehrung für 50-jährige Vereinstreue. Die Nadeln für 40-jährige Mitgliedschaft heftete Brockmann Antje Tegtmeier, Jörg Schwiegmann, und Dieter Müller ans Revers, den Dank für 25-jährige Treue nahmen Meta Rosi Feist und Sandra Kompa entgegen.

Zufrieden zeigten sich die Teilnehmer der Versammlung mit der Arbeit ihres Vorstandsteams. Heinz Brockmann wurde als Vorsitzender ebenso im Amt bestätigt wie Markus Bagusche als stellvertretender Vorsitzender. Birgitt Meyer zeichnet weiterhin für die Finanzen verantwortlich, Antje Tegtmeier als Schriftwartin. Heinz Bremer als Männerturnwart und Turnfestbeauftragter und Mattias Borutta als Volleyballwart und neu gewählter Kassenprüfer vervollständigen den erweiterten Vorstand.

Diskutiert wurde über Möglichkeiten, den Verein durch persönliches Engagement aller Mitglieder zu stärken und zukunftssicher aufzustellen. Auch über Termine und Vorhaben informierte Brockmann. So will der VTSV im Jahr 2016 gemeinsam mit der Feuerwehr ein Jubiläumsfest in Hämelschenburg veranstalten, erste Gespräche dazu wurden bereits geführt.

Dank für langjährige Treue: VTSV-Vorsitzender Heinz Brockmann (2. v. r.) ehrt verdiente Mitglieder vom VTSV Hämelschenburg.



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