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Viel Verantwortung auf vielen Schultern bei dem traditionsreichen Verein in Osterwald

Vorstand der Sportfreunde stellt sich neu auf

OSTERWALD. Nach Beendigung der Hauptversammlung bei den Sportfreunden Osterwald zog Ortsbürgermeister Torsten Hofer ein erleichtertes Fazit:

veröffentlicht am 12.02.2019 um 12:06 Uhr

Fazit des Ortsbürgermeisters: „Man kann sich eine Scheibe davon abschneiden, wie dieser Verein geführt wird und läuft“. Foto: PR

„Man kann sich eine Scheibe davon abschneiden, wie dieser Verein geführt wird und läuft“.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte sich noch ein völlig anderes Bild geboten. Der Verein steckte in einer ernsten Krise, die sich schon einige Zeit abgezeichnet hatte. Mehr als zwei Jahre lang hatte der Vorsitzende Marc Bruns vergeblich versucht, einen Nachfolger für sich zu finden. Auch für das Amt eines Stellvertreters war kein Kandidat in Sicht. Bruns hatte allen Mitgliedern per Brief seinen Rückzug mitgeteilt und sie aufgefordert, bitte gründlich zu überlegen. Dies war sein letzter Versuch, für das Amt des Vorsitzenden einen Freiwilligen zu finden.

Der traditionsreiche, vor 106 Jahren gegründete Verein mit mehr als 460 Mitgliedern drohte führerlos in eine ungewisse Zukunft abzugleiten. In der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus kam es schließlich aber anders. Bruns blieb Vorsitzender und wurde mit großem Beifall einstimmig im Amt bestätigt und zeigte sich dabei total motiviert. Denn an seiner Seite als Stellvertreter wirken nunmehr Uwe Kaller und Marius Grosser, die die vielfältigen Vorstandsaufgaben untereinander aufteilen und Marc Bruns so entlasten wollen. „Ich will helfen, dass hier nicht etwas entsteht, was im Dorf für Unruhe sorgt“, so Uwe Kaller nach der Wahl.

Vor der Wahl standen noch die Berichte aus den einzelnen Sparten an. Das Kernstück des Vereins bildet die Sparte Fußball, in der die Senioren-Mannschaft nach dem Aufstieg ihre erste Saison in der Kreisklasse bisher souverän absolviert. Nach Einschätzung des Spartenleiters Sebastian Decker könnte der Erfolg noch größer sein, wenn künftig mehr Schlachtenbummler die Spiele besuchen würden. Positiv fiel die Mannschaft auch mit ihrem Engagement für die Dorfgemeinschaft auf, da man sich bei vielen Veranstaltungen tatkräftig beteiligte.

Bei der Tennissparte ist ein Rückbau der Plätze aufgrund des Mitgliederschwunds unausweichlich. Die hauptsächlichen Nutzer aus dem Bereich Fußball überlegen in Absprache mit dem Vorstand, wie der Platz in Zukunft neugestaltet werden soll. gök



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