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Ansturm auf Bücherflohmarkt / Rappelvolle Bücherei beim Familientag

Vorsorgen für lange Winterabende

Rinteln (ur). Regenwetter ist Lesewetter. Und so war es denn wohl kein Wunder, dass die Rintelnerinnen und Rintelner am Sonnabend trotz des miesepetrigen Herbstwetters in hellen Scharen zum Familientag in die Stadtbücherei strömten, wo die Bibliotheksmitarbeiter und verschiedene Initiativen den ganzen Tag über ein pickepackevolles Programm für Groß und Klein anboten. Bereits im Foyer wurden die Besucher mit einem Naturquiz des Waldkindergartensüberfallen, bei dem es galt, in dunklen Kästen mit der Hand Laub, Bucheckern, Zapfen und andere Früchte des Waldes zu ertasten: Wer damit nicht auf Anhieb zurecht kam, kann sicher bei den kleinen Waldwichteln nachfragen, die kennen sich da bestens aus!

veröffentlicht am 13.11.2006 um 00:00 Uhr

"Aus welchem Land kommt Astrid Lindgren?" Fragen aus der Bücherw

Nebenan wartete schon inÜberlebensgröße Rabe Socke zum Knuddeln und Händeschütteln auf die geneigte Kundschaft - ein fröhlicher Gruß des Ensslinverlags. Auch die Buchhandlung Droste leistete ihren Beitrag zur Leseförderung - und in allen Räumen scharten sich Kinder um die Tanten und Onkel der "Rintelner Lesefreunde", um sich erzählen und vortragen zu lassen. Das Kuchenbuffet war einmal mehr gigantisch ausgefallen, und für schlappe 70 Cent hatte man die Auswahl unter mehr als einem Dutzend Varianten hausfraulicher Backkünste - und wer da "aber bitte mit Sahne!" verlangte, wurde ebenfalls rundum bedient. Informationen gab es auchüber Lektüre für Jugendliche mit Leseschwierigkeiten, und wer sich in eine echte Pippi Langstrumpf oder eine glanzvolle Prinzessin verwandeln wollte, konnte sich am Schminktisch helfen oder auch mit witzigen Tätowierungen versehen lassen - solchen allerdings, die sich mit ein wenig Wasser und Seife schnell wieder beseitigen lassen. Der große Knüller war auch diesmal wieder der Bücherflohmarkt - so manche Leseratte schleppte dabei so viel Futter ab, dass sie ganz gewiss gut über die langen Winterabende kommen wird! Vor 17 Uhr leerten sich die Räume recht zügig - offenbar zog es viele Kinder mit ihren Eltern noch zum Martinsumzug, der einen Steinwurf entfernt an der reformierten Kirche auf dem Kollegienplatz mit einem Theaterstück und fröhlicher Musik startete: Dennoch blieben einige interessierte Kinder und Erwachsene zurück, um sich unterm Dachjuchhe mit Ratsherr und Lesefreund Paul E. Mense mit "Kommunikationsspielen für Familien" zu beschäftigen. Da war von Pantomime und Scharade, Wortketten und anderenÜbungen so ziemlich alles dabei, was auch ohne große Vorbereitungen für kreativ-unterhaltsame Runden dienlich sein kann. Vielleicht sollte Mense auch seine Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat bei verhärteter Ausgangslage mal in solche Spielchen verwickeln.

"Schock Deine Eltern - Lies ein Buch!"
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